Donnerstag, 29.11.2012

Berliner Verlag streicht bis zu 86 Stellen

Berlin. Der Berliner Verlag steht vor dem Rutsch in die roten Zahlen und will bis zu 86 Stellen streichen. Davon sollen 40 in jedem Fall wegfallen, sagte Franz Sommerfeld, Verlagsvorstand im Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg, in Berlin. Dem Kölner Verlagshaus gehören unter anderem die „Berliner Zeitung“ sowie mehrheitlich die in Kooperation erscheinende „Frankfurter Rundschau“. Von deren Entwicklung hängen in Berlin weitere 46 Stellen der gemeinsamen Mantelredaktion ab. Zunächst war mit Blick auf diese Redaktion sogar von bis zu 48 Stellen die Rede gewesen.

Die „Rundschau“, an der auch die SPD-Medienholding DDVG beteiligt ist, hatte Mitte November Insolvenz angemeldet. Am Donnerstagvormittag wurden alle Mitarbeiter des Berliner Verlages zusammengerufen. Dort entsteht auch der Mantelteil der „Frankfurter Rundschau“ (FR). Derzeit verhandelt der Insolvenzverwalter mit möglichen Interessenten über eine Zukunft der FR. Sollte dafür weitere Zuarbeit aus Berlin nötig sein, könnte zumindest ein Teil der dort bedrohten Stellen gerettet werden. (dpa)