Sonntag, 25.11.2012

Bergmann stirbt in Kaliwerk Zielitz - Staatsanwaltschaft ermittelt

Eine Steinplatte löst sich in einem Bergwerk in Sachsen-Anhalt und erschlägt einen Arbeiter. Es ist der zweite Todesfall in diesem Jahr in dem Kaliwerk. Die Ermittlungen laufen.

In einer Kammer des Kaliwerkes in Zielitz (Sachsen-Anhalt) der K+S AG wird Salz abgebaut (Foto vom 20.11.2012). In dem Werk ist ein Bergmann bei einem Unglück ums Leben gekommen. Foto: dpa
In einer Kammer des Kaliwerkes in Zielitz (Sachsen-Anhalt) der K+S AG wird Salz abgebaut (Foto vom 20.11.2012). In dem Werk ist ein Bergmann bei einem Unglück ums Leben gekommen. Foto: dpa

Zielitz/Magdeburg. Ein Bergmann ist in etwa 1.000 Metern Tiefe im Kaliwerk Zielitz (Sachsen-Anhalt) ums Leben gekommen. Er wurde am Samstagabend von einer schweren Steinplatte erschlagen, die sich aus noch ungeklärter Ursache gelöst hatte.

Nach dem Tod des 48-Jährigen übernahm die Staatsanwaltschaft Magdeburg die Ermittlungen. „Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und verschiedene Gutachter beauftragt“, sagte Oberstaatsanwältin Silvia Niemann am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Das Kaliwerk in Zielitz ist eines der größten der Welt.

Der am Samstag ums Leben gekommene Mann war nach Polizeiangaben allein an seinem Arbeitsplatz in der Tiefe, als ihn die Steinplatte erschlug. Ein Kollege fand den Verunglückten. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des 48-jährigen Arbeiters feststellen können, hieß es.

Bereits im vergangenen März war im Werk ein Bergmann ums Leben gekommen. Der 42-Jährige war in 700 Metern Tiefe von herabstürzenden Steinen erschlagen worden. Ein weiterer Bergmann wurde verletzt. (dpa)

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