Montag, 03.12.2012
Bereits 10.000 Freiwillige für Bundeswehr angeworben
Ein Bundeswehrsoldat auf einen Außenposten in der Nähe von Kundus. Symbolfoto: dapd
Nürnberg. Nach der Aussetzung der Wehrpflicht hat die Bundeswehr in diesem Jahr bereits 10.000 Freiwillige für den Wehrdienst rekrutieren können. Dies seien doppelt so viele freiwillig Dienstleistende wie für 2012 erwartet, berichtete Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt (CSU) am Montag in Nürnberg. Schmidt hatte dort das erste von bundesweit 16 Karrierecentern der Bundeswehr eröffnet.
Zufrieden zeigte sich Schmidt auch mit der Rekrutierung von Zeitsoldaten. Bislang hätten sich 15.600 junge Männer und Frauen für den Dienst verpflichtet - und zwar für Zeiträume zwischen 4 und 25 Jahren. Für eine Offizierslaufbahn hätten sich rund 10.000 junge Leute beworben. 1.600 davon seien aufgenommen worden. „Wir sind außerordentlich zufrieden - auch mit der Qualität der Bewerber“, sagte der Staatssekretär. „Wir müssen nicht jeden nehmen, der kommt.“
Großes Interesse am Freiwilligendienst bei der Bundeswehr hätten vor allem Jugendliche in Süddeutschland. Von jenen, die sich freiwillig bei der Bundeswehr melden, stamme etwa ein Drittel aus Bayern und Baden-Württemberg. Zudem gebe es ein gewisses Stadt-Land-Gefälle: Die Mehrheit der Freiwilligen stamme eher aus ländlichen Regionen. Die Bundeswehr dürfe aber Jugendliche aus Ballungsräumen nicht aus dem Auge verlieren, mahnte Schmidt.
Bei der Rekrutierung von Jugendlichen in größeren Städten sollen die neuen Karrierecenter der Bundeswehr helfen. Noch in dieser Woche würden entsprechende Einrichtungen in Stuttgart und München eröffnet. Nächste Woche folge das Karrierecenter Hannover, kündigte Schmidt an.
Die Karrierecenter sollen künftig sowohl militärischen Nachwuchs als auch Beschäftigte für die zivile Bundeswehrverwaltung anwerben. Die Kreiswehrersatzämter, die die Musterung der Wehrpflichtigen übernommen hatten, waren Ende November aufgelöst worden. (dpa)