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Donnerstag, 31.12.2015

Bekommt Radebeul leisere Straßen?

Ab 1. Januar gibt es in Sachsen Fördergeld für lärmmindernden Asphalt. Auch für Bauvorhaben im Landkreis.

2012 scheiterte die Bürgerinitiative Meißner Straße mit dem Vorschlag, beim Erneuern der Fahrbahn in Radebeul-West lärmmindernden Asphalt einzusetzen. Seitdem machen sich Initiative und Bündnis in der Sächsischen Lärmschutzallianz für diesen Asphalt stark.
2012 scheiterte die Bürgerinitiative Meißner Straße mit dem Vorschlag, beim Erneuern der Fahrbahn in Radebeul-West lärmmindernden Asphalt einzusetzen. Seitdem machen sich Initiative und Bündnis in der Sächsischen Lärmschutzallianz für diesen Asphalt stark.

© Symbolbild/Thorsten Eckert

Radebeul/Landkreis. Seit Jahren kämpfen Bürgerinitiativen in Radebeul und Umgebung um verbindliche Vorgaben für weniger Lärm auf Straßen und Schienen. Sie fordern neue Richtlinien für den Einsatz moderner Asphaltbauweisen.

2012 scheiterte die Bürgerinitiative Meißner Straße mit dem Vorschlag, beim Erneuern der Fahrbahn in Radebeul-West lärmmindernden Asphalt einzusetzen, sagt Veit Tittel vom Bündnis Verkehrsentlastung Elbtal. Seitdem machen sich Initiative und Bündnis in der Sächsischen Lärmschutzallianz für diesen Asphalt stark. Unterstützt von Anwohnern und Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), so Tittel. In einem gemeinsamen Schreiben an das Wirtschaftsministerium wurde die erleichterte Zulassung der Sonderbauweisen angemahnt.

Auch mit einer Petition im Landtag sowie beim Tag gegen Lärm machte die Allianz auf das Thema aufmerksam. Der für Verkehr zuständige Staatsminister Martin Dulig (SPD) schaute sich auf der Radebeuler Bahnhofstraße um und versprach, sich für eine Experimentierklausel einzusetzen, die die Förderfähigkeit lärmoptimierter Asphaltdeckschichten sichert. Davon sollen Anwohner langfristig profitieren und Kommunen bei ihren Lärmaktionsplänen unterstützt werden, sagt Veit Tittel. Sachsens Erfahrungen sollen zudem helfen, solchen Straßenbelag auch bundesweit zur Regelbauweise zu machen.

Die Experimentierklausel steht ab dem neuen Jahr in der Richtlinie für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger. Städte und Gemeinden können jetzt davon Gebrauch machen: Mit wissenschaftlicher Begleitung und bis zu 90 Prozent Förderung. (SZ)