Donnerstag, 27.12.2012

Bekannteste Störchin der Schweiz ist tot

Basel. Die bekannteste Störchin der Schweiz ist tot. Jahrelang hatten Vogelfreunde ihren Lebensweg verfolgt - nun sei der Kadaver des Zugvogels namens Max auf einem Feld in Spanien entdeckt worden, teilte das Naturhistorische Museum im schweizerischen Freiburg am Donnerstag mit. Länger als die dreizehneinhalb Jahre alte Weißstörchin konnte bislang kein anderes Tier mit Sendern verfolgt werden. Seit Juli 1999 verfolgten Wissenschaftler ihre Aufenthaltsorte und Flugrouten.

Getauft wurde der Vogel zu Ehren des Schweizer Sportlehrers Max Bloesch, der sich jahrzehntelang für den Schutz von Weißstörchen einsetzte. Erst nach drei Jahren war klar, dass es sich bei Max um ein Weibchen handelte. Woran die Störchin starb, ist unklar, da andere Tiere den Kadaver schon teilweise aufgefressen hatten.

Max hielt sich in den letzten Wintern gern im Naturschutzgebiet Parque Regional del Sureste etwa zehn Kilometer südöstlich von Madrid am Ufer des Flusses Manzanares auf, in dessen Umgebung der Kadaver mit Hilfe eines Senders entdeckt wurde. Zum Schlafen war die Störchin oft an einen Platz im Madrider Viertel Vallecas geflogen.

Früher hatte die im Schweizer Kanton Waadt zur Welt gekommenen Störchin die Winter in Marokko verbracht. Seit 2007 überwinterte sie aber in Spanien. (dpa)

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