erweiterte Suche
Freitag, 13.01.2017

Begleitende Hilfe im Arbeitsleben - Teil 2: Der Integrationsfachdienst

Integrationsfachdienste sind Dienste Dritter, die bei der Durchführung der Maßnahmen zur Teilhabe schwerbehinderter und behinderter Menschen am Arbeitsleben beteiligt werden.

Was sind Integrations-
fachdienste?

Sie sind bei freien Trägern (z. B. Arbeiterwohlfahrt, Malteser Hilfsdienst e. V., Bereich der Diakonie) angesiedelt und arbeiten im Auftrag vom Kommunalen Sozialverband Sachsen - Integrationsamt.

Die Integrations-
fachdienste stellen ein gemeinsames Dienstleistungsangebot von mehreren gesetzlichen Leistungsträgern (Arbeitsagentur, Reha-Träger, Integrationsamt) für schwerbehinderte Menschen und ihre Arbeitgeber dar.

Das Unterstützungsangebot der Integrationsfachdienste richtet sich an:

  • schwerbehinderte und schwerbehinderten gleichgestellte Menschen, die in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis stehen.
  • schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler, die eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt suchen.
  • Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen, die eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt anstreben.
  • arbeitssuchende Menschen mit Behinderungen, für deren Eingliederung in das Arbeitsleben eine Beauftragung durch einen Träger der beruflichen Rehabilitationen vorliegt.
  • Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen oder die Einstellung eines schwerbehinderten Menschen beabsichtigen.

Die Integrationsfachdienste beraten und unterstützen Menschen mit Behinderungen und

Arbeitgeber bei allen Fragen im Zusammenhang mit der:

  • Vermittlung in ein Arbeitsverhältnis
  • Sicherung des Arbeitsverhältnisses.

Dabei gehören zu den Aufgaben der Integrationsfachdienste zunächst generell die Beratung und Unterstützung der betroffenen behinderten Menschen selbst sowie die Information und

Hilfestellung für Arbeitgeber bei den unterschiedlichsten Problemsituationen bei der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben.

Die Integrationsfachdienste werden an den Aufgaben der gesetzlichen Leistungsträger, von denen sie beauftragt werden, beteiligt.

Die Verantwortung für die gesamte Aufgabenerledigung bleibt damit beim jeweiligen Auftraggeber.

Im Einzelnen hat der Integrationsfachdienst die Aufgaben,

  • die Fähigkeiten der zugewiesenen schwerbehinderten Menschen zu bewerten und dabei ein individuelles Fähigkeits-, Leistungs- und Interessenprofil zu erarbeiten;
  • die Bundesagentur für Arbeit auf deren Anforderung bei der Berufsorientierung und Berufsberatung an den Schulen zu unterstützen;
  • die betriebliche Ausbildung schwerbehinderter, insbesondere seelisch und lernbehinderter Jugendlicher zu begleiten;
  • geeignete Arbeitsplätze auf dem Arbeitsmarkt zu akquirieren und zu vermitteln;
  • die schwerbehinderten Menschen auf die vorgesehenen Arbeitsplätze vorzubereiten;
  • die schwerbehinderten Menschen am Arbeitsplatz - soweit erforderlich - begleitend zu betreuen;
  • die Vorgesetzten und Kollegen im Arbeitsplatzumfeld zu informieren;
  • für eine Nachbetreuung, Krisenintervention oder psychosoziale Betreuung zu sorgen;
  • als Ansprechpartner für die Arbeitgeber zur Verfügung zu stehen.

Das Ziel ist:

  • die dauerhafte Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt.

Die Integrationsfachdienste stehen Ihnen als mobiler Fachdienst zur Verfügung und bieten Ihnen:

  • individuelle Einzelgespräche in der Beratungsstelle oder bei Hausbesuchen,
  • Gespräche im Unternehmen und am Arbeitsplatz.

Möchten Sie das Beratungs- und Unterstützungsangebot eines Integrationsfachdienstes in Anspruch nehmen?

Die Kontaktdaten der Integrationsfachdienste im Freistaat Sachsen finden Sie im Internet unter: www.ksv-sachsen.de