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Donnerstag, 07.12.2017

Bautzener Wirtschaft fordert mehr Impulse für Stadtentwicklung

Mittelständische Unternehmer vermissen Konzepte und Ideen für die Zukunft. OB Ahrens kündigt ein neues Leitbild an.

OB Alexander Ahrens kündigt ein neues Leitbild an.
OB Alexander Ahrens kündigt ein neues Leitbild an.

© Uwe Soeder

Bautzen. Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft in Bautzen (BVMW) hat die Stadt zu mehr Impulsen für die Entwicklung aufgefordert. Es gebe viele Themen, bei der die Rathausspitze mit in der Pflicht sei, entsprechende Akzente zu setzen und Entwicklungen voranzutreiben. Bautzen müsse an seinem Image arbeiten, sich klare Ziele für die Zukunft stecken und neue Visionen entwickeln, erklärt Wilfried Rosenberg vom Bautzener BVMW. Außerdem sei es zwingend nötig, die mittelständische Wirtschaft in diesen Prozess mit einzubeziehen, sagte Rosenberg am Dienstag auf dem vom BVMW veranstalteten Kommunalforum, an dem auch der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) teilgenommen hatte.

Anwesende Unternehmer monierten, dass aus ihrer Sicht in Bautzen schon länger ein gewisser Stillstand herrsche. In seinen Forderungen verweist der BVMW daher unter anderem auf den Entwurf eines neuen Stadtentwicklungskonzepts, in dem künftig nicht nur Allgemeinplätze festgehalten werden. Die Stadtverwaltung müsse deutlich machen, wohin sie steuere, etwa bei der Entwicklung von Gewerbe- und Wohnflächen. Zugleich müsse Bautzen auf eine stärkere Zusammenarbeit mit der Wachstumsregion Dresden setzen.

Alexander Ahrens hielt dem entgegen, dass die Stadtspitze derzeit an einem neuen Leitbild arbeite. Ein wichtiger Punkt werde sein, die Stadt für junge Menschen interessanter zu machen. In Reaktion auf die geforderte stärkere Annäherung an die Region Dresden betonte der OB die traditionellen Beziehungen in der Oberlausitz. Bautzen müsse auch künftig eng mit Görlitz oder Hoyerswerda zusammenarbeiten.

Alexander Ahrens sieht die Stadt durchaus am Zug, um neue Projekte voranzutreiben. Ein aktuelles Beispiel sei die geplante Hängebrücke übers Spreetal von der Ortenburg hinüber zum Pendlerparkplatz an der Schliebenstraße. Als wichtig erachten beide Seiten auch den Ausbau des schnellen Internets. Bautzens OB lobte ausdrücklich die Kreisverwaltung, die für die nächsten Jahre den millionenschweren flächendeckenden Breitbandausbau in der Region auf den Weg gebracht hatte. (SZ/sko)