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Donnerstag, 14.09.2017

Bau der Lingnerstadt soll schnell beginnen

Der Bebauungsplan für das Stadtquartier wird in zwei Bereiche geteilt. Das bringt Zeit für die Robotron-Kantine.

Von Nora Domschke

So stellt sich das Büro Christoph Mäckler Architekten die Herkulesallee in Richtung Rathaus vor.
So stellt sich das Büro Christoph Mäckler Architekten die Herkulesallee in Richtung Rathaus vor.

© Visualisierung: CHM Architekten

Dresden. Noch hat der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet im Blüherpark keine Rechtskraft. Um das schneller auf den Weg zu bringen, will die Stadtverwaltung den Bebauungsplan nun in zwei verschiedene Bereiche unterteilen. Weil es für den südlichen Teil der künftigen Lingnerstadt bereits konkrete Pläne gibt, soll der Stadtrat nun zunächst für die Bauprojekte in diesem Bereich die Zustimmung geben. Die städtebaulichen Verträge seien fast fertig und könnten demnächst von den Eigentümern der Grundstücke unterzeichnet werden. Das teilte ein Stadtplaner in der Sitzung des Altstädter Ortsbeirates am Dienstagabend mit.

Nutzung der Kantine wird geprüft

Zwischen Hygienemuseum und St.Petersburger Straße sind bis zu 900 Wohnungen geplant. Gut die Hälfte des 6,6 Hektar großen Areals wird mit Wohnhäusern bebaut, etwa 18 Prozent soll als Grünfläche genutzt werden. Zudem wird es eine Zufahrt von der St.Petersburger Straße aus in das Wohngebiet geben. Dafür bekommen die Rechtsabbieger eine eigene Spur neben den beiden bestehenden.

Der nördliche Teil der Lingnerstadt soll später über die Grunaer Straße erreichbar sein. Weil in diesem Bereich in absehbarer Zeit keine Bautätigkeiten vorgesehen sind, soll er in einem gesonderten Bebauungsplan berücksichtigt werden. Dort befindet sich auch die Robotron-Kantine, die nach Auffassung vieler Dresdner unbedingt erhalten bleiben soll. Derzeit wird noch untersucht, welche Nutzungsoptionen es für das Gebäude gibt. Die Ergebnisse dazu lägen noch nicht vor, so der Stadtplaner im Ortsbeirat. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Robotron wurden bereits das Atrium I und das Rechenzentrum abgerissen. Nun soll auch der blaue Bürotrakt an der St.Petersburger Straße fallen. (SZ/noa)