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Freitag, 08.12.2017

Bannewitz investiert in den Nachwuchs

Der Etat für 2018 steht fest. Der Ausbau der Grund- und Oberschule in Bannewitz ist die größte Investition, aber nicht die einzige.

Von Verena Schulenburg

Der Rohbau des neuen Fachkabinettzentrums für die Bannewitzer Oberschüler ist fast fertig.
Der Rohbau des neuen Fachkabinettzentrums für die Bannewitzer Oberschüler ist fast fertig.

© Andreas Weihs

Bannewitz. Die Gemeinde kann loslegen. Die Gemeinderäte haben bereits den Etat fürs kommende Jahr beschlossen. Eine wichtige Grundlage dafür, dass alle Vorhaben, die für 2018 geplant sind, in Angriff genommen werden können. Das sind allerhand.

Über 15 Millionen Euro umfasst der Haushalt der Gemeinde im neuen Jahr. Zu mehr als die Hälfte wird dieser von Steuern und ähnlichen Abgaben finanziert. Aus der Gewerbesteuer rechnet Bannewitz 2018 mit Einnahmen von fast drei Millionen Euro. Auch aus den Grundsteuern, die für Landwirtschaft und Wohnen fällig sind, plant die Gemeinde mit einer Summe von insgesamt über 950 000 Euro – Tendenz steigend. Der größte Kostenpunkt für Bannewitz sind die Aufwendungen fürs Personal. Gründe dafür sind Tarifsteigerungen, zusätzliches Personal für die Kindertagesstätten und die neuen Regelungen, die zugunsten der Tagesmütter und -väter getroffen wurden.

Um alle Pläne für 2018 umsetzen zu können, muss Bannewitz einen neuen Kredit für zwei Millionen Euro aufnehmen. Damit erhöht sich trotz laufender Tilgung vorerst auch der Schuldenstand der Gemeinde, der bis Ende 2018 auf über 7,4 Millionen Euro angesetzt ist.

Erste Investition: Erweiterung der Grund- und Oberschule Bannewitz

Der Grund für die Neuverschuldung ist das millionenschwere Großprojekt, das sich Bannewitz für die nächsten Jahre vorgenommen hat. Die Grund- und Oberschule am Bannewitzer Standort soll für insgesamt acht Millionen Euro bis zum Jahr 2021 erweitert und modernisiert werden. Gestartet ist das Vorhaben dieses Jahr mit dem neuen Fachkabinett, das neben dem alten Schulhaus für die Oberschüler in die Höhe wächst und im Sommer 2018 fertig sein soll.

Auch eine neue Dreifeldhalle für knapp 5,7 Millionen Euro soll gebaut werden. Dafür ist zunächst ein Kredit von zwei Millionen Euro notwendig, wie Kämmerin Anne Müller erklärt. Der Bau der Halle könnte zwar erst 2019 starten. Die Kreditaufnahme sei für die Planung nötig und würde es außerdem ermöglichen, früher mit dem Neubau zu beginnen, falls Fördergeld frühzeitig zur Verfügung stünde. Um das Mammutprojekt zu stemmen, will die Rathausspitze auch den Bannewitzer Bauamtsleiter in seiner Arbeit mit einer weiteren halben Personalstelle unterstützen.

Die Stelle soll für 24 000 Euro im Jahr 2018 besetzt werden. Ein Umstand, gegen den die Bannewitzer CDU-Fraktion intervenierte. Die Abgeordneten schlugen vor, anstatt im Bauamt aufzustocken besser ein externes Büro mit der Projektsteuerung zu betrauen, um so die Kosten für die zusätzliche Halbtagsstelle im Rathaus zu sparen und vor allem, um „Risiken durch Kostensteigerungen“ zu umgehen, die das Projekt mit sich bringen könnte. Den Vorschlag der CDU lehnte der Gemeinderat jedoch mehrheitlich ab.

Zweite Investition: Bushaltestellen und Radweg werden ausgebaut

Der Buswendeplatz auf der Windbergstraße in Bannewitz soll künftig neu gestaltet werden. Dazu startet 2018 die Planung. Die Bauarbeiten sind für 2019 vorgesehen und mit rund 143 000 Euro veranschlagt. Auch die Bushaltestelle im Ortsteil Goppeln soll umgebaut werden. Im Zusammenhang mit dem laufenden Ausbau der B170 in Bannewitz soll zudem mit finanzieller Unterstützung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) für rund 120 000 Euro eine Busbucht an der B170 in Hänichen entstehen. Vorgesehen ist noch, die Radwege entlang der Straße um- und auszubauen.

Dritte Investition: Arbeitsbedingungen am Bauhof sollen sich verbessern

Für den kommunalen Bauhof soll eine neue Halle gebaut werden. Die Pläne für den Standort auf der Horkenstraße in Bannewitz liegen schon länger in der Schublade. 2018 soll es endlich losgehen.

Zwei neue Multicars

Bereits im aktuellen Jahr hatte die Gemeinde für die Finanzierung des Projektes rund 200 000 Euro eingestellt, die ins neue Jahr übertragen werden. Die Kosten für den neuen Sozialtrakt und die Gestaltung des Grundstückes belaufen sich auf insgesamt 650 000 Euro. Mit dem neuen Sozialtrakt steht dem Bauhof mehr Platz am zentralen Standort zur Verfügung. Außerdem sollen sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter damit verbessern. Darüber hinaus plant die Gemeinde auch mit zwei neuen Multicars. Die Kosten von jeweils 75 000 Euro wären aber erst ab 2019 fällig.