Donnerstag, 27.12.2012

Bankräuber verlangt zwei Flaschen Bier

Vor weniger als einer Woche ist die Polizei zu einer Geiselnahme in einer Berliner Bank ausgerückt. Nun hat erneut ein Täter zugeschlagen. Diesmal ging es jedoch nicht nur um Geld: der Mann verlangte zwei Flaschen Bier.

Berlin. Die zweite Geiselnahme binnen einer Woche haben Spezialkräfte der Polizei am Donnerstag in einer Berliner Bank beendet. Sie überwältigten den Täter nach rund 50 Minuten. Der 68 Jahre alte Mann hielt einen Angestellten einer Postbank-Filiale in Charlottenburg fest und bedrohte ihn, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Täter habe von einer Schusswaffe gesprochen und erklärt, er wolle zwei Flaschen Bier haben und den Rundfunk Berlin-Brandenburg sprechen. Das Motiv war laut Polizei noch unklar.

Der 49 Jahre alte Bankmitarbeiter blieb unverletzt. Die anderen Mitarbeiter und Kunden der Bank hätten die Filiale unbehelligt verlassen können. Der Filialleiter hatte den Überfall mitbekommen und die Polizei verständigt. Der Täter wurde bei dem Zugriff leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Er hatte nach Angaben der Polizei eine Pistole bei sich, die noch untersucht werden sollte. Zunächst blieb unklar, ob es sich um eine echte Waffe handelte.

Am Freitag endet Banküberfall mit Geiselnahme glimpflich

Der genaue Tathergang müsse nun geklärt werden, sagte der Polizeisprecher. Er konnte zunächst noch nicht sagen, ob es Videoaufnahmen gebe. Auch Zeugen sollten vernommen werden.

Die Umgebung der Filiale war großräumig abgesperrt worden. Zwischen dem Bahnhof Zoo und dem Kurfürstendamm mussten Busse und der Verkehr umgeleitet werden. Am frühen Nachmittag wurden die Sperrungen wieder aufgehoben. Dutzende Schaulustige hatten den Tatort gesäumt.

Erst am vergangenen Freitag hatte ein 29 Jahre alter Mann eine Bank in Berlin-Zehlendorf überfallen und einen Angestellten stundenlang als Geisel genommen. Schließlich gab der Täter auf. Sein Motiv blieb bis zum Donnerstag noch unklar. Spekuliert wurde über Geldsorgen. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. (dpa)

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