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Mittwoch, 09.01.2013

Australische Buschbrände: See ist letzte Rettung

Noch immer wüten rund 130 Buschbrände in Australien. Hunderte Häuser sind dem Feuer bisher zum Opfer gefallen. Auf Tasmanien konnte sich eine Familie erst in letzter Minute in einen See retten.

Tammy Holmes (2.v.l.) hat sich mit ihren Enkeln Charlotte (2), Esther (4), Liam (9), Matilda (11) und Caleb (6) in den See nahe Dunalley, einer Stadt östlich der tasmanischen Hauptstadt Hobart, gerettet.
Tammy Holmes (2.v.l.) hat sich mit ihren Enkeln Charlotte (2), Esther (4), Liam (9), Matilda (11) und Caleb (6) in den See nahe Dunalley, einer Stadt östlich der tasmanischen Hauptstadt Hobart, gerettet.

© dapd

Cooma/Australien. Die australische Feuerwehr hat angesichts der heftigen Buschbrände im Südosten des Landes die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die Feuer weiteten sich zu einem „katastrophalen Niveau“ aus, sagte Shane Fitzsimmons von der Feuerwehr in New South Wales am Dienstag. „Wir bereiten uns auf eine der schlimmsten Feuer-Gefahren der Geschichte vor.“ Starker Wind und Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius könnten in den kommenden Tagen die mehr als 130 Buschbrände zu einem großen Flächenbrand machen.

„Die Umstände könnten schlechter nicht sein“, sagte Fitzsimmons. Frühzeitig die betroffenen Gebiete zu verlassen sei das Sicherste, erklärte er. Starker Wind mit einer Geschwindigkeit von mehr als hundert Kilometern pro Stunde erschwerte die Löscharbeiten. Die Sicherheitskräfte riegelten alle Wälder und Nationalparks in der Region vorsorglich ab.

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Am Dienstag war weiter nichts über mögliche Todesopfer bekannt, aber im Staat Tasmanien suchten die Rettungsmannschaften noch nach rund hundert Vermissten. Im Süden der Insel seien mehr als hundert Häuser den Flammen zum Opfer gefallen und rund 20.000 Hektar Land verbrannt, teilte die Polizei mit. Auch in New South Wales, dem am dichtesten bevölkerten Bundesstaat, wüteten die Flammen auf einer Fläche von mehr als 26.000 Hektar.

Für die Familie Holmes kam die Warnung zu spät. Tammy Holmes konnte sich mit ihren fünf Enkelkindern in letzter Minute in den nahe gelegenen See retten. Vom Wasser aus mussten sie mit ansehen, wie ihr Haus verbrannte.

Buschbrände sind während des australischen Sommers keine Seltenheit. Im Februar 2009 kamen bei Bränden im Bundesstaat Victoria 173 Menschen ums Leben, mehr als 2.000 Häuser wurden zerstört. (dapd)

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