erweiterte Suche
Mittwoch, 26.10.2016

Aus für Wasserschloss-Pläne

Einen Umbau des Schlosses zum Wellness-Hotel wird es nicht geben. Die Gemeinde brach die Gespräche mit der Investorin ab.

Von Jürgen Müller

Das Schloss Oberau.
Das Schloss Oberau.

© Claudia Hübschmann

Oberau. Der Gemeinderat von Niederau hat am Dienstagabend in seiner Sitzung einstimmig beschlossen, die Gespräche über den Verkauf des Wasserschlosses in Oberau mit der Investorin Dörte Rex aus Dresden abzubrechen. „Ein Verkauf des Schlosses an Familie Rex ist damit Geschichte“, so Bürgermeister Steffen Sang (parteilos).

Geplant war ursprünglich, dass die Investorin von der Gemeinde das Wasserschloss erwirbt und dort ein Vier-Sterne-Wellness-Hotel eröffnet. Vor genau einem Jahr stellte Frau Rex ihr Konzept im Gemeinderat vor. Im Mai dieses Jahres beschloss der Gemeinderat, in Verhandlungen mit Frau Rex zu gehen. Es sollte letztendlich über Verkaufsmodalitäten Einigkeit erzielt werden und ein daraus entstehender Vertrag dem Niederauer Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Interessen der Gemeinde wurden in gleichem Beschluss mit neun Grundprämissen festgeschrieben. Diese hatten den Zweck, die Interessen der Niederauer Bürger zu wahren und eine Sicherheit für die Umsetzung des Konzeptes zu gewährleisten. „Über diese Grundprämissen konnte mit der Kaufinteressentin keine Einigkeit erzielt werden“, so der Bürgermeister. Eine letzte Frist zur Übergabe eines Vertragsentwurfes sei zum 7. Oktober kommentarlos verstrichen.

Nach Aussage des Bürgermeisters sei es fraglich gewesen, ob das Konzept überhaupt hätte genehmigt werden können. Auch die Frage, ob das finanziert werden könne, sei ungeklärt gewesen.

Schwerpunkt sei jetzt, die Substanz des Schlosses zu sichern. Noch in diesem Jahr soll der restliche Holzschwammbefall beseitigt werden. Der Freistaat Sachsen stellt hierfür rund 37 000 Euro an Fördermitteln bereit. Nach wie vor sei die Gemeinde Niederau offen für potenzielle Investoren für Teile des Schlossareals, sagte Steffen Sang am Mittwoch der SZ.