Dienstag, 12.02.2013

Augen-Check - warum regelmäßige Vorsorge wichtig ist

Sehen ist im Alltag von großer Bedeutung, denn die Augen sind das wichtigste Sinnesorgan des Menschen.

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Rund 90 % aller Informationen aus der Umgebung empfängt man über sie. Einige entdecken den besonderen Wert des Augenlichts leider erst bei einer Beeinträchtigung oder dessen Verlust, denn beides mindert die Lebensqualität erheblich.

Viele Deutsche verzichten trotzdem auf eine regelmäßige Untersuchung beim Augenarzt, obwohl man bei rechtzeitiger Diagnose Erkrankungen vermeiden und sich durch regelmäßige Vorsorge gutes Sehen bis ins hohe Alter erhalten kann.

Schon ab dem 2. Lebensjahr ist es empfehlenswert, Kinder augenärztlich untersuchen zu lassen, um Erkrankungen, wie z. B. Schielen frühzeitig behandeln zu können.

Auch Autofahrer sollten zu ihrer und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer ihre Augen regelmäßig checken lassen, da gutes Sehen Grundvoraussetzung für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr ist. Spätestens ab dem 40. Lebensjahr treten langsam die ersten Sehmängel auf. Besonders das Sehvermögen in der Dämmerung lässt dann nach und die Blendempfindlichkeit erhöht sich. Und auch zunehmende Einschränkungen des Gesichtsfeldes werden von den Autofahrern meist nicht oder erst zu spät bemerkt. Das hat zur Folge, dass man sich bei bestimmten Verkehrssituationen oder schlechten Lichtverhältnissen leicht überfordert fühlt. Auch sonst werden ab 40 Vorsorgeuntersuchungen für die Augen besonders wichtig, denn oft ist es dann bereits Zeit für eine Lesebrille, aber auch andere Erkrankungen lassen sich so früh diagnostizieren.

Die sogenannte Makuladegeneration ist eine meist altersbedingte Erkrankung der Netzhaut im Bereich des Gelben Flecks. Das zentrale Gesichtsfeld geht dabei immer mehr verloren. Da sie keinerlei Schmerzen verursacht, wird die Krankheit oft erst in einem fortgeschrittenem Stadium erkannt. Heilung ist nicht möglich, aber bei frühzeitiger Diagnose kann man sie deutlich verlangsamen.

Das Glaukom (auch Grüner Star genannt) gehört zu den schwersten Augenerkrankungen und führt unbehandelt zur Erblindung. Gerade, wenn in der Familie bereits Fälle von Grünem Star aufgetreten sind, sollte man regelmäßig zur Vorsorge gehen. Betroffene merken von der beginnenden Erkrankung zunächst nichts, denn das Gehirn kann den langsam eintretenden Sehverlust lange Zeit ausgleichen. Wenn in einem fortgeschrittenen Stadium die Beeinträchtigungen spürbar werden, ist der Sehnerv schon teilweise zerstört. Der Augenarzt kann im Rahmen der Untersuchung feststellen, ob Vorstufen oder bereits eine Erkrankung vorliegen. Der Vorsorgecheck ist völlig schmerzfrei, dauert nicht lange und ist ebenfalls ab 40 Jahren sinnvoll. Untersuchen lassen sollten sich auch Menschen, die sehr kurzsichtig sind oder über längere Zeit Cortison eingenommen haben.

Eine Cataract (eher als Grauer Star bekannt) betrifft durch die steigende Lebenserwartung fast alle Menschen. Beim Grauen Star reduziert sich die Sehschärfe, was man selbst meist zu spät bemerkt. Durch eine Operation lässt sich diese Krankheit vollkommen heilen. Ab 60 sollte man sich alle 2 Jahre auf Cataract untersuchen lassen und ab 75 jährlich.

Wer neu zugezogen ist und noch keinen Augenarzt in seiner näheren Umgebung hat, kann ihn entweder über Empfehlungen oder ganz einfach im Telefonbuch finden.

Neben der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle sollte man sich zusätzlich ausgewogen ernähren, damit die Augen mit allen notwendigen Vitaminen versorgt werden. Bei Sonnenschein ist es ratsam, sich grundsätzlich mit einer Sonnenbrille vor den UV-Strahlen zu schützen.