erweiterte Suche
Montag, 23.10.2017

Aufregung um Apassionata-Show

Ein Unternehmen versucht, den Tourstart in der Sachsenarena verbieten zu lassen. In Riesa ist man aber zuversichtlich, dass alles wie gewohnt läuft.

Von Christoph Scharf

Mehr als 10 000 Besucher zogen die drei Pferdeshows im Vorjahr an.
Mehr als 10 000 Besucher zogen die drei Pferdeshows im Vorjahr an.

© Symbolbild/Archiv/Schröter

Riesa. Seit einem Jahrzehnt gehört die Apassionata-Show in Riesa zu den Zuschauergaranten: Mehr als 10 000 Besucher zogen die drei Pferdeshows im Vorjahr an. Dieses Jahr ist die Vorbereitung allerdings durch Rechtsstreitigkeiten getrübt: Nach dem Einstieg chinesischer Investoren hatte sich die Apassionata World GmbH von Apassionata-Gründer Peter Massine getrennt. Beide Seiten streiten sich seit Monaten darum, wer den Namen Apassionata in welcher Form nutzen darf, um damit für seine Pferdeshows zu werben.

Die Apassionata World behauptet, mit der städtischen Tochtergesellschaft FVG als Arena-Betreiber einen Mietvertrag gehabt zu haben, der gekündigt worden sei. Die FVG teilt hingegen mit, dass es einen solchen Hallenmietvertrag nie gegeben habe - sondern nur mündliche Absprachen und E-Mail-Verkehr vor Bekanntwerden der Rechtsstreitigkeiten. Nun gibt es einen Vertrag mit Sense Up, für dessen Show „Apassionata – Der Traum“ die Bühne in der Arena aufgebaut ist und die Proben laufen.

Bei Apassionata World hält man die geplanten Riesaer Aufführungen für rechtswidrig – und verweist auf eine einstweilige Verfügung. Bei Sense Up betont man, dass zwei Landgerichte die Anträge auf einstweilige Verfügungen abgewiesen hätten und es nur noch um Detailfragen wie Fotorechte oder die Verwendung der Formulierung „Das Original“ gehe. Für die geplanten Shows in Riesa habe das keine Folgen.

Die FVG will sich aus den Rechtsstreitigkeiten zwischen den Apassionata-Akteuren heraushalten. „Wir sind in diesem Fall nur der Hallenvermieter“, sagt Prokurist Reiner Striegler. Man habe einen gültigen Vertrag mit der Gesellschaft Sense Up. „Wir gehen davon aus, dass die Veranstaltung in der Arena in gewohnter Qualität stattfindet“, sagt Reiner Striegler. OB Marco Müller (CDU) ist als Aufsichtsratsvorsitzender der FVG betroffen und hofft auf eine gute Veranstaltung; „Es ist bedauerlich, dass wir in Riesa so zwischen die Fronten geraten.“