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Freitag, 25.09.2015

Aufbau von Großzelten am Hauptbahnhof hat begonnen

Am Dienstag sollen bis zu 400 neue Asylbewerber einziehen. Im alten technischen Rathaus hakt indes die Erweiterung.

Die beiden angekündigten Großzelte für Asylbewerber an der Schnorrstraße sollen bis zum Dienstag stehen. Am gestrigen Freitag haben dafür laut Landesdirektion Sachsen die Aufbauarbeiten begonnen.

Damit erhöht sich die Kapazität auf der Brachfläche neben den Finanzämtern auf rund 600 Plätze. Bisher waren in einem Großzelt etwa 200 Asylbewerber untergebracht. Anders als im Zeltlager auf der Bremer Straße können die Flüchtlinge in diesen Zelten auch den Winter verbringen. Denn ein isolierender Holzfußboden und ein mit Diesel betriebener Warmluftgenerator sollen für wohnliche Temperaturen in den Zelten sorgen. Am Dienstag ziehen nach bisherigem Plan die bis zu 400 neuen Asylbewerber dort ein. Deren Betreuung wird wieder das Deutsche Rote Kreuz übernehmen.

Ins Stocken geraten ist indes die Erhöhung der Platzkapazität im ehemaligen Technischen Rathaus an der Hamburger Straße. Laut Holm Felber, Sprecher der Landesdirektion, leben dort derzeit 450 Flüchtlinge. „In einzelnen Schritten ist eine maximale Kapazität von 1 500 Plätzen erreichbar“, sagt er. Allerdings gibt es ihm zufolge gerade einen Engpass bei der Innenausstattung. Es mangelt demnach an einer besonderen Sorte von Feldbetten, deren Beschaffung sich schwierig gestaltet. Holm Felber hofft, dass das Problem an diesem Wochenende gelöst werden kann. „Dann könnten wir die Zahl der Plätze in dem Gebäude an diesem Wochenende von 450 zunächst auf maximal 900 verdoppeln“, sagt er.

Noch keine neuen Erkenntnisse gibt es derzeit zur möglichen Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Gelände des Dresdner Flughafens. Mitarbeiter des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements hatten sich bereits das rund 1 800 Quadratmeter große Terminal 2 angeschaut. „Der Flughafen ist nach wie vor in Prüfung.“, sagt Holm Felber dazu.

Für dieses Wochenende plant die Landesdirektion keine besonders großen Zuweisungen von Asylbewerbern nach Dresden. Deshalb reicht es nach derzeitigem Stand vorerst aus, die Plätze in den vorhandenen Quartieren auszunutzen oder eben die Kapazitäten schrittweise zu erhöhen. Anders sieht es in Niederau bei Meißen aus. In einen ehemaligen Real-Markt sollen am Wochenende bis zu 500 Flüchtlinge einziehen. (SZ/jr)