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Dienstag, 24.05.2016

Auf Sandstein zum Canaletto-Blick

Der Wiederaufbau der beliebten rot lackierten XXL-Staffelei hat begonnen. Doch noch warten die Retter auf großzügige Spender.

Alexander Schmidt kontrolliert die Trittfläche für die neue Treppe am Canaletto-Blick. Ende Juni soll der Blick auf Dresdens Altstadt wieder frei sein.
Alexander Schmidt kontrolliert die Trittfläche für die neue Treppe am Canaletto-Blick. Ende Juni soll der Blick auf Dresdens Altstadt wieder frei sein.

© Sven Ellger

Der berühmte wie bekannte Canaletto-Blick am Neustädter Elbufer soll künftig noch bequemer zu erkunden sein. An diesem Montag haben die Arbeiten an einer Sandsteintreppe begonnen. Die Stufen führen auf eine kleine Anhöhe. Dort sollen in den kommenden Tagen zudem Sandsteinplatten verlegt und eine Bank errichtet werden. Später wird die rot lackierte Staffelei in Übergröße aufgestellt. Durch die können Dresdner und Touristen den Blick auf die Stadt genießen, der einst den bekannten Maler inspirierte.

Die Volkshochschule Dresden hat die Arbeiten initiiert. 2008 ließ die Einrichtung drei der roten Rahmen aufstellen, nur einer stand bis ins vergangene Jahr. Ende 2015 musste auch dieser abgebaut werden. Zu stark hatten Wind, Wetter und auch das Hochwasser der Konstruktion geschadet. Doch trennen wollte sich Christian Wolf, Verwaltungsleiter der Volkshochschule, nicht von der Touristenattraktion. So hat die Einrichtung 20 000 Euro aus dem eigenen Budget zur Verfügung gestellt, damit die Arbeiten beginnen können. Nun werden Spenden gesammelt. „Jeder Euro reduziert unseren Eigenanteil“, sagt Christian Wolf. Ein Drittel der Kosten ist auf diese Weise bereits zusammengekommen.

Am 30. Juni soll die Plattform fertig und die Staffelei wieder zugänglich sein. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts soll die Anhöhe als Ausguck auf die Stadtsilhouette angelegt worden sein. Die steinernen Stufen könnten in den 1930er-Jahren dazugekommen sein. Nach dem Krieg wurden sie provisorisch erneuert, waren zuletzt aber nicht mehr sicher. „Wir sind enttäuscht, weil sich die Stadt in keiner Weise an dem Vorhaben beteiligt“, sagt Christian Wolf. Nun sei er froh, dass die Staffelei wieder an ihren Standort kommt. (SZ/acs)