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Montag, 25.09.2017

Auf leisen Sohlen

Großenhainer setzen sich in Grimma mit 2:1 durch. Ex-Nationalspieler erklärt GFV zum Aufstiegsanwärter.

Von Gert Martin & Jürgen Schwarz

Lockeres Auslaufen der Großenhainer Landesliga-Kicker. Torschützen in Grimma waren Clemens Krüger (Zweiter von links) und Torsten Marx. Es war der fünfte Sieg des Neulings.
Lockeres Auslaufen der Großenhainer Landesliga-Kicker. Torschützen in Grimma waren Clemens Krüger (Zweiter von links) und Torsten Marx. Es war der fünfte Sieg des Neulings.

© Daniel Förster

Dieser Erfolg sorgt (erneut›) für Aufsehen bei der Konkurrenz. Landesliga-Neuling Großenhainer FV 1990 setzte sich am Samstag beim Titelanwärter in Grimma mit 2:1 (1:0) durch. Clemens Krüger (36.) und Torsten Marx (54.) trafen für die Gäste, eher der Dritte der Vorsaison durch Robin Brand (60.) verkürzen konnte.

Die Hausherren wollten nach ihrem überzeugenden Auswärtssieg bei Eintracht Niesky (4:0) unbedingt nachlegen und starteten wie die Feuerwehr. Gäste-Trainer Andreas Jachmann musste diesmal auf die die Meißner- Brüder verzichten. Dafür wurde Henning Lotzmann in die Abwehr beordert und machte seine Sache gut. Trotzdem hatten die Gastgeber bereits in der 8. Minute den Torschrei auf den Lippen, aber zum Glück aus Sicht von GFV-Keeper Mirko Roßmüller landete das Leder an der Unterkante der Querlatte und sprang ins Feld zurück. Christoph Jackisch konnte es nicht fassen. Den ersten Aufreger für die Großenhainer gab es in der 14. Minute, als ein taktisches Foul an Clemens Krüger nicht konsequent geahndet wurde. Auf der Gegenseite konnte sich Roßmüller auszeichnen, als er gegen Rico Engler klärte (23.)

In der 31. Minute gab es den ersten Eckball im Spiel. Denn von Schwitzky geschlagenen Ball konnte Matthias Walther leider nur über das Tor köpfen. Nur fünf Minuten später war es dann passiert. Nach einem weiten Einwurf brachten die Gastgeber das Streitobjekt nicht weit genug aus der Gefahrenzone, der leicht abgefälschte Schuss von Krüger fand den Weg ins Grimmaer Tor. Theinert und Jackisch hatten vor der Pause den Ausgleich auf dem Fuß, aber Krüger auch die Möglichkeit zum 2:0 (42.).

Nach dem Pausentee kamen die Gastgeber mit neuem Elan auf den Platz und wollten unbedingt das Blatt wenden. Mirko Roßmüller parierte aber Englers Freistoß stark (48.). Den nächsten Patzer der Muldestädter bestrafte Großenhain eiskalt mit dem 2:0. Matthias Walther hatte den Ball erobert, Krüger sehenswert in Szene gesetzt und Torsten Marx die Vorlage des 1:0-Torschützen eiskalt „veredelt“.

Jetzt erwachten die Grimmaer. Nach einem Schussversuch von Engler kam der Ball zu Robin Brand, der aus dem Getümmel heraus Roßmüller mit einem Flachschuss überwand (70./1:2). Jetzt witterten die Hausherren Morgenluft. Ein Freistoß von Jackisch strich knapp über das Gehäuse (63.), Sekunden später scheiterte Engler an Roßmüller. Die Großenhainer sahen sich fast ausschließlich in der Defensive gebunden, erledigten diesen Part aber mit Bravour. Und dann hatte der Aufsteiger auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, als der Pfosten einen Brand-Schuss aufhielt (88.).

„Ich denke, der GFV spielt um den Aufstieg mit. In dieser ausgeglichenen Liga wird Konstanz belohnt“, sagt Ex-DDR-Nationalspieler Matthias Müller. Worte, die schön klingen, aber in Großenhain sicher auch richtig eingeordnet werden.