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Sonntag, 23.12.2012

Auch das gibt’s

Ein Vater hält das Schreien seiner drei Kinder nicht mehr aus - und ruft entnervt die Polizei zur Hilfe. Diese und weitere kuriose Meldungen der Woche hier ...

Auch das gibt’s

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Ahornsirup mit Gartenschlauch abgezapft

Montreal. Der Diebstahl war so zähflüssig wie die Beute: Über ein Jahr lang wurden in einem Lagerhaus im kanadischen Saint-Louis-de-Blandford Holzfässer mit Ahornsirup illegal angezapft. Insgesamt verschwanden rund 3.000 Tonnen im Wert von 15,3 Millionen Euro. Nach mehrmonatiger Jagd seien jetzt drei mutmaßliche Drahtzieher festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Nach fünf weiteren Verdächtigen werde gefahndet. „Tatwaffe“ war ein Gartenschlauch, mit dem der Sirup abgezapft wurde. Um die Tat zu vertuschen, füllten die Diebe die Fässer mit Wasser. Ahornsirup ist in Kanada ein unverzichtbares Nahrungsmittel und wird gern dick auf Pfannkuchen aufgetragen. (dpa)

Taube verfolgt Rentnerin

Darmstadt. Egal, ob eine Rentnerin im hessischen Darmstadt zum Lüften ein Fenster öffnete oder die Balkontür: Im Sturzflug schoss eine Taube in die Wohnung und machte es sich gemütlich. Drei Wochen lang suchte das Tier so hartnäckig ihre Nähe. Mit der Wasserpistole ihres Enkels habe sie den aufdringlichen Vogel in den ersten Wochen vertrieben, erzählte sie den Polizisten, die sie in ihrer Verzweiflung rief. Aber erstens wurde die Wohnung immer nasser und zweitens half es nicht auf Dauer. Als die Beamten sich dann selbst ein Bild von der ringlosen Wildtaube machten, ging die Rentnerin zu einer stilvollen Besen-Attacke über – und die Taube flüchtete sofort. Unklar ist jedoch, ob für immer oder nur, um Verstärkung zu holen. (SZ)

Für die Schönheit in den Müllschlucker

Moskau. Wer schön sein will, muss leiden: Mitten in der Nacht hat eine junge Frau in Russland im Müllschlucker nach ihren teuren Kosmetika gesucht – und ist kopfüber im Schacht stecken geblieben. Doch damit nicht genug, nachdem die leicht bekleidete 20-Jährige gerade von Rettungskräften aufwendig befreit werden konnte, stürzte sie sich sofort wieder zwischen die Müllberge. Sie hatte die Kosmetika zuvor versehentlich weggeworfen. Erst als sie die Pflegemittel schließlich doch entdeckt hatte, stieg sie freiwillig aus dem Abfallhaufen in der Stadt Magnitogorsk am Ural heraus, wie Medien berichteten. Die Frau blieb bei der skurrilen Aktion unverletzt, hieß es, und kann nun wieder fleißig cremen. (dpa)

Völlig entnervter Vater ruft die Polizei zur Hilfe

Weiden. Bis nachts um eins war die Welt in Weiden in der Oberpfalz noch in Ordnung für einen jungen Vater. Dann aber begann das schreiende Inferno: Zuerst brüllten seine fünfmonatigen Zwillinge los, und wie es sich aus Solidarität gehört, stimmte das zweijährige Geschwisterchen auch noch mit ein. Der 31-Jährige hätschelte und tätschelte und versuchte, in dem Lärm seine Frau zu erreichen – die aber feierte vergnügt mit den Freundinnen und hörte nichts. In seiner Verzweiflung wählte der Mann den Notruf. Die Polizei delegierte an die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, und die fuhren sofort hin. Nach kollektivem Babybespaßen wurden die Kleinen wieder müde, schliefen ein, und der Alarm war vorbei. (SZ)

Frierender Mann will ins Gefängnis – und darf auch

Weiterstadt. Da mussten die Polizisten erst einmal nach dem Haftbefehl stöbern: Ein wegen Drogenhandels verurteilter Mann hat am Gefängnistor im hessischen Weiterstadt frierend um Einlass gebeten – ganz ohne Dokumente. „Offenbar hatte der Mann sich das einfacher vorgestellt, da er nicht einmal eine Jacke bei sich hatte“, berichtete die Polizei am Freitag. Allerdings könne da ja jeder kommen. Zur Freude des 55-Jährigen machten die Beamten aber tatsächlich einen Haftbefehl gegen ihn ausfindig und nahmen ihn auf. Auch im kommenden Winter brauche der Mann nun nicht zu frieren, heißt es im Polizeibericht. Er müsse jetzt nämlich noch 16 Monate Haft absitzen. (dpa)

Wilde Verfolgungsjagd bei Weihnachtsbaumklau in Weimar

Weimar. Szenen wie aus einem Actionfilm haben sich beim Diebstahl eines Weihnachtsbaumes in Weimar abgespielt: Dort stürmte am Mittwoch ein Mann mit einem nicht bezahlten Baum aus einem Baumarkt und verstaute diesen in seinem Auto - verfolgt wurde der Dieb von einem Kaufhausdetektiv, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Während eine Helferin das Auto startete, gelang es dem Detektiv, dem Dieb hinterher in die noch geöffnete Beifahrertür zu springen und sich an der Dachreling des Wagens festzuhalten. In dieser Konstellation ging die Fahrt bis zur Parkplatzausfahrt. Dort sprang der Detektiv ab und verletzte sich beim Versuch abzurollen leicht - den Weihnachtsbaumdieben gelang die Flucht.

Die Polizei fahndet nach den bislang unbekannten Langfingern nun wegen räuberischen Diebstahls. (dapd)

Schweiz schickt Heilsarmee zum Eurovision Song Contest

Kreuzlingen. Die Schweiz wird beim Eurovision Song Contest (ESC) in Malmö von der Heilsarmee-Band vertreten. Die sechsköpfige Gruppe gewann am Samstagabend den Vorentscheid der Schweiz für den ESC in Kreuzlingen. Das Fernsehpublikum wählte die Band aus den neun Finalisten aus. Die Teilnahme der Heilsarmee am ESC fand im Vorfeld einige mediale Beachtung - wurde aber vor allem als Kuriosum gehandelt. Am Samstagabend konnten sich die zwei Frauen und vier Männer mit ihrer professionell dargebotenen Pop-Ballade „You and Me“ offenbar in die Herzen des Publikums singen.

Die Heilsarmee ist die Kandidatur beim ESC von Anfang an entschlossen angegangen. Für die Produktion des Songs tat sie sich mit Roman Camenzinds Firma HitMill zusammen, die unter anderem auch den Schweizer Rapper Bligg produziert. Die Bandmitglieder wurden in einem internen Casting erkoren. Die Jüngste der Band ist 20 Jahre alt, der Älteste 94. Die beiden Halbfinale des Eurovision Song Contests 2013 finden am 14. und 16. Mai statt. Im Finale am 18. Mai wird dann der Sieger gekürt. (dapd)

Scherz zum „Weltuntergang“ sorgt für Anrufe bei der Polizei

Jena. Den von Esoterikern für diesen Freitag prophezeiten Weltuntergang haben Scherzbolde in Jena für einen Spaß genutzt. Sie nahmen einen im Internet verbreiteten „Programmablauf“ für den Weltuntergang wörtlich - zumindest den ersten Punkt „Wecken der Weltbevölkerung“. Nach Angaben einer Polizeisprecherin kursierten seit Donnerstag in der Stadt offiziell wirkende Schreiben einer „Sonderschutzstelle“, in denen vor „akustischen Störungen“ gewarnt wurde. Am Freitagmorgen gingen bei der Polizei dann Anrufe ein, in denen sich Bürger über lautes Piepen beschwerten.

Wie sich herausstellte, hatten Unbekannte an mehreren Häusern Verteilerdosen mit der Aufschrift „Signalgeber“ angebracht, in denen Wecker versteckt waren. Über die Häuserwände seien die Wecker-Geräusche sehr laut und störend gewesen, so die Polizei. Die Anrufer wurden von den Beamten gebeten, die Wecker auszustellen. Auf eine Anzeige will die Polizei verzichten. Die weiteren Programmpunkte des Weltuntergangs hätten sich nicht bewahrheitet. (dpa)

Dieb fällt in Bach

Grimma. Auf der Flucht vor der Polizei ist ein Dieb in Grimma (Kreis Leipzig) in einen Bach gefallen. Der 26-Jährige sei am späten Mittwochabend in eine Firma eingebrochen, um Werkzeuge und Ersatzteile zu stehlen, teilte die Polizeidirektion Westsachsen am Donnerstag mit. Als die Polizei kam, ergriff er die Flucht. Weit kam er nicht - die Beamten zogen den nassen Dieb aus dem Wasser. In seinem Auto seien noch diverse Einbruchsutensilien gefunden worden. (dpa)

Auffallend gute Zeiten - Marathon-Strecke in Wien zu kurz

Wien. Sportler, Veranstalter und Zuschauer wunderten sich über die auffallend guten Zeiten beim ersten Wiener Indoor-Marathon - jetzt ist auch klar, wie sie zustande kamen: Um genau 1.760 Meter war die Strecke im Wiener Messegelände zu kurz. Die Veranstalter räumten nachträglich ein, dass es bei der Vermessung „ein kleines Problem“ gegeben habe. Jede Runde war um 110 Meter zu kurz, wie die Veranstalter am Sonntag auf ihrer Homepage schrieben.

Insgesamt 850 Teilnehmer liefen den Marathon, viele von ihnen mit besonders guten Zeiten. Die Veranstalter versprachen, die 42,195 Kilometer lange Marathonstrecke im nächsten Jahr offiziell zertifizieren zu lassen. (dpa)

Mit Shetland-Pony in S-Bahn unterwegs - Video Hit im Internet

Berlin. Die Berliner S-Bahn genießt gerade im Winter nicht den besten Ruf. Nun erwärmt ein kurzer Videofilm aus der Bahn die Herzen der Internetnutzer. Im Mittelpunkt steht ein ungewöhnlicher Fahrgast: ein braunes, langmähniges Pony, das in der Berliner Innenstadt mitfuhr. Seitdem kam der Film auf mehr als 500.000 Klicks. Die Kommentare schwankten zwischen „Das arme Pony“ und „So ist Berlin“. Einer schrieb: „Das Leben ist kein Ponyhof - für so ein Pony.“

Einige Fahrgäste beachteten das Pony überhaupt nicht. Andere lachten oder fotografierten, wie man auf dem Video sieht. Nach einem Bericht der Tageszeitung „B.Z.“ fuhr eine 16-jährige Schülerin aus Brandenburg, die sich um das Shetland-Ponys „Seppi“ kümmert, eher zufällig mit ihm in der S-Bahn, weil eine Verabredung nicht geklappt habe. Es sei so lustig gewesen, dass sie den ganzen Tag mit der Bahn herum gefahren sei, sagte das Mädchen. Sie habe mit dem Pony, das einem Reiterhof gehört, sogar einen Aufzug der S-Bahn benutzt und ein Schnellrestaurant sowie ein Modegeschäft besucht. (dpa)

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