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Samstag, 31.03.2018 Urteil

Attest vom Reha-Arzt reicht

Für einen Anspruch auf Krankengeld reicht es aus, dass die Arbeitsunfähigkeit vor Ablauf der letzten Bewilligung erneut festgestellt wird.

Dabei ist es nicht nötig, dass dies der behandelnde Kassenarzt vornimmt. Es reicht aus, wenn es sich aus dem Entlassungsbericht einer Rehaeinrichtung ergibt, so das Landessozialgericht Niedersachsen. Der Fall: Ein Mann arbeitete als Fleischer, bis er im August 2014 arbeitsunfähig wurde und Krankengeld erhielt. Sein Arbeitsverhältnis endete im September 2014. Aufgrund fortlaufend bescheinigter Arbeitsunfähigkeit gewährte die Krankenkasse bis Ende März 2015 Krankengeld. Dabei blieb der Mann krankenversichert. Im Entlassungsbericht stellte der Chefarzt des Reha-Zentrums fest, dass der Patient noch drei bis vier Wochen arbeitsunfähig sei. Er wurde in fachärztliche Betreuung entlassen. Die Krankenversicherung wollte kein Krankengeld zahlen, weil die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht vom Vertragsarzt kam.

Die Klage des Mannes auf Weiterzahlung des Krankengeldes war erfolgreich. Es reiche aus, dass der Reha-Chefarzt die Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat. Zudem hätten Ärzte nach dem Entlassungsbericht eine Arbeitsunfähigkeit bis Ende November 2015 bescheinigt. (dpa)

Aktenzeichen: L 5 KR 501/16