Sport
Montag, 7. Februar 2005
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Anna-Lena Grönefeld weckt Hoffnung auf die Zukunft
Von Angela Bern
Pattaya. Anna-Lena Grönefeld ist auf dem besten Weg, das Damentennis in Deutschland aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Beim WTA-Turnier in Pattaya/Thailand wurde die 19-jährige Blondine aus dem niedersächsischen Nordhorn erst im Finale von der 13 Jahre älteren Spanierin Conchita Martinez gestoppt. Die Wimbledonsiegerin von 1994 gewann 6:3, 3:6, 6:3 und feierte damit ihren ersten Turniersieg seit den German Open 2000 in Berlin.
Der bis dato letzte Erfolg einer Deutschen liegt fast drei Jahre zurück: Im April 2002 gewann Martina Müller aus Hannover das Turnier in Budapest. Dafür hielt sich Grönefeld an der Seite der Französin Marion Bartoli mit einem 6:3, 6:2 im Doppelfinale gegen Marta Domachowska/Silvija Talaja (Polen/Kroatien) schadlos.
Vor dem Turnier in dieser Woche im indischen Hyderabad, wo Grönefeld im Einzel an Nummer zwei gesetzt ist, hat keine Geringere als die große Martina Navratilova für ein gemeinsames Doppel angefragt. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner ist sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der 19-Jährigen der erste große Wurf auch im Einzel gelingt. „Anna ist extrem fleißig, professionell und diszipliniert“, sagte Rittner dem sid: „Sie ist ein Musterbeispiel dafür, was man mit diesen Eigenschaften alles erreichen kann.“
In diesem Jahr will sich Anna-Lena Grönefeld in der Weltrangliste auf einen Platz zwischen 30 und 50 verbessern. Diesem Ziel ist sie mit ihrer Finalteilnahme in Pattaya von Position 58 aus schon ein gutes Stück nähergerückt. „Ich bin sicher, dass Anna sich in den nächsten Monaten Stück für Stück nach vorne schieben wird“, sagt Barbara Rittner: „Ihr Jahresziel wird sie auf jeden Fall locker erreichen.“
Manchmal packt sie Heimweh
Im Sommer 2001 verließ Anna-Lena Grönefeld mit der Mittleren Reife das Gymnasium in Nordhorn, um sich fortan auf das Leben als Tennisprofi vorzubereiten. Im April 2003 siedelte sie mit der finanziellen Unterstützung ihres Ausrüsters (adidas), ihrer Familie und des Deutschen Tennis Bundes (DTB) ins Trainingscamp von Rafael Font de Mora nach Phoenix/Arizona über, wo sie seither lebt und trainiert. Nur manchmal packt sie noch das Heimweh nach den Eltern Hans und Marie-Louise und den Brüdern Bastian und Florian in Nordhorn, die meiste Zeit ist die große Blonde mit dem harten Schlag voll auf ihren Sport konzentriert. Vieles erinnert an die Weltranglistenerste Lindsay Davenport (USA), Grönefelds Spiel basiert auf Kraft und harten Grundlinienschlägen. An der technischen Feinabstimmung mangelt es noch ein bisschen, doch mit 19 Jahren bleibt viel Zeit zur Entwicklung.
Auch für den DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard ist Anna-Lena Grönefeld die Spielerin der Zukunft. „Wenn sie ein Match verliert, sucht sie die Fehler nie bei anderen, sondern immer bei sich selbst“, sagte der ehemalige Fed-Cup-Teamchef dem sid: „Das allein ist schon mal eine gute Voraussetzung.“ Das Fed-Cup-Team soll Anna-Lena Grönefeld im April in Essen zum Sieg über Indonesien und danach im Aufstiegsspiel im Juli zurück in die erste Liga führen. „Sie ist meine absolute Nummer eins“, sagt Barbara Rittner. (sid)
Der bis dato letzte Erfolg einer Deutschen liegt fast drei Jahre zurück: Im April 2002 gewann Martina Müller aus Hannover das Turnier in Budapest. Dafür hielt sich Grönefeld an der Seite der Französin Marion Bartoli mit einem 6:3, 6:2 im Doppelfinale gegen Marta Domachowska/Silvija Talaja (Polen/Kroatien) schadlos.
Vor dem Turnier in dieser Woche im indischen Hyderabad, wo Grönefeld im Einzel an Nummer zwei gesetzt ist, hat keine Geringere als die große Martina Navratilova für ein gemeinsames Doppel angefragt. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner ist sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der 19-Jährigen der erste große Wurf auch im Einzel gelingt. „Anna ist extrem fleißig, professionell und diszipliniert“, sagte Rittner dem sid: „Sie ist ein Musterbeispiel dafür, was man mit diesen Eigenschaften alles erreichen kann.“
In diesem Jahr will sich Anna-Lena Grönefeld in der Weltrangliste auf einen Platz zwischen 30 und 50 verbessern. Diesem Ziel ist sie mit ihrer Finalteilnahme in Pattaya von Position 58 aus schon ein gutes Stück nähergerückt. „Ich bin sicher, dass Anna sich in den nächsten Monaten Stück für Stück nach vorne schieben wird“, sagt Barbara Rittner: „Ihr Jahresziel wird sie auf jeden Fall locker erreichen.“
Manchmal packt sie Heimweh
Im Sommer 2001 verließ Anna-Lena Grönefeld mit der Mittleren Reife das Gymnasium in Nordhorn, um sich fortan auf das Leben als Tennisprofi vorzubereiten. Im April 2003 siedelte sie mit der finanziellen Unterstützung ihres Ausrüsters (adidas), ihrer Familie und des Deutschen Tennis Bundes (DTB) ins Trainingscamp von Rafael Font de Mora nach Phoenix/Arizona über, wo sie seither lebt und trainiert. Nur manchmal packt sie noch das Heimweh nach den Eltern Hans und Marie-Louise und den Brüdern Bastian und Florian in Nordhorn, die meiste Zeit ist die große Blonde mit dem harten Schlag voll auf ihren Sport konzentriert. Vieles erinnert an die Weltranglistenerste Lindsay Davenport (USA), Grönefelds Spiel basiert auf Kraft und harten Grundlinienschlägen. An der technischen Feinabstimmung mangelt es noch ein bisschen, doch mit 19 Jahren bleibt viel Zeit zur Entwicklung.
Auch für den DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard ist Anna-Lena Grönefeld die Spielerin der Zukunft. „Wenn sie ein Match verliert, sucht sie die Fehler nie bei anderen, sondern immer bei sich selbst“, sagte der ehemalige Fed-Cup-Teamchef dem sid: „Das allein ist schon mal eine gute Voraussetzung.“ Das Fed-Cup-Team soll Anna-Lena Grönefeld im April in Essen zum Sieg über Indonesien und danach im Aufstiegsspiel im Juli zurück in die erste Liga führen. „Sie ist meine absolute Nummer eins“, sagt Barbara Rittner. (sid)
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