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Dresden
Dienstag, 19. Juli 2011

Millionen kommen in die Frauenkirche


Die Dresdner Frauenkirche bleibt ein Besuchermagnet. Auch in den vergangenen zwölf Monaten kamen zwei Millionen Menschen aus aller Welt zu Gottesdiensten, Besichtigungen und Konzerten. Die Stiftung als Hausherrin ist auf deren Spenden dringend angewiesen.

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Lockte zwölf Millionen Besucher seit Oktober 2005 an: die Dresdner Frauenkirche. Foto: dpa

Dresden. Versöhnungssymbol und Besuchermagnet: Zwölf Millionen Menschen haben seit der Weihe Ende Oktober 2005 die 1945 zerstörte und wiederaufgebaute Dresdner Frauenkirche besucht. „Sie versteht sich als eine offene Kirche mit niedrigen Schwellen“, sagte Pfarrer Sebastian Feydt, zugleich auch Sprecher der Geschäftsführung der Stiftung Frauenkirche Dresden, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist wunderbar zu sehen, dass die Vielfalt des Lebens in ihr angenommen und die Botschaft hernach wieder in alle Welt getragen wird.“

Mehr als acht Millionen Besucher besichtigten die Spätbarockkirche oder nahmen an einer Führung teil. Fast 2,5 Millionen Menschen kamen zu den 933 Gottesdiensten oder 2850 Andachten sowie etwa 850.000 zu Konzerten. Die Aussicht von der Plattform auf der mächtigen Sandsteinkuppel genossen gut 1,75 Millionen Dresdner und Touristen.

Wegen der unentgeltlichen Angebote und hoher Unterhaltskosten bleibe die Stiftung auf Spenden angewiesen, sagte Feydt. Sie hoffe auf weitere Unterstützung durch Einzelspenden, den Erwerb eines Stifterbriefes oder die symbolische Adoption eines Steines oder Sitzplatzes.

Die Frauenkirche war 1726 bis 1743 erbaut worden, ihre Kuppel, „Steinerne Glocke“ genannt, dominierte rund 200 Jahre das barocke Dresden. Nach der Bombardierung der Stadt im Februar 1945 stürzte das Bauwerk ein. Wiederaufbaubemühungen zu DDR-Zeiten scheiterten, zur Wendezeit dann bat eine Bürgerinitiative mit dem „Ruf aus Dresden“ um Hilfe. Ab 1994 wurde die Kirche unter Verwendung von Trümmerresten und -steinen wiedererrichtet. Rund drei Viertel der Baukosten kamen aus Spenden, auch aus den Staaten der ehemaligen Alliierten. Die Kirche gilt daher als Symbol für Frieden und Versöhnung. (dpa)


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