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Dresden
Montag, 20. September 2010
(Sächsische Zeitung)

Neuer Plan für Denkmal zum 13. Februar

Von Thilo Alexe

Ein Mahnmal am Altmarkt soll die 19000 Namen der Bombenopfer von 1945 öffentlich würdigen. Über das Aussehen sollen die Dresdner mit abstimmen.

Dresden. Dresden soll ein zentrales Mahnmal für die Toten des 13.Februars 1945 erhalten. Nach dem Willen der Dresdner CDU sollte das Denkmal idealerweise am Altmarkt stehen und die Namen der Opfer der Zerstörung Dresdens öffentlich würdigen. „So wird sichergestellt, dass die Erinnerung an die Opfer nicht verblasst“, sagt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion Sebastian Kieslich. Der Stadtrat, der auch Sprecher des Dresdner CDU-Kreisverbandes ist, hat nach eigenen Angaben für die Forderung bereits parteiübergreifende Zustimmung erhalten. Unlängst hatte sich auch die FDP für ein Denkmal mit den Namen der bei den Luftangriffen zwischen dem 13. und 15. Februar Getöteten ausgesprochen.

CDU-Stadtrat Kieslich schlägt vor, dass die Stadt den Entwurf für ein solches Mahnmal öffentlich ausschreibt. Eine Jury soll dann eine Vorauswahl treffen. „Über diese Entwürfe sollen die Dresdner im Rahmen eines Bürgerentscheids abstimmen“, sagte Kieslich.

Unterstützung erhält der Vorschlag von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). „Ich kann mir so eine Lösung vorstellen. Es braucht aber sowohl für die Veröffentlichung der Namen als auch für die Art des Gedenkens an die Opfer eine breite Mehrheit.“ Der Kulturausschuss werde dazu den Dresdnern einen Vorschlag zur Diskussion stellen. Sie verwies darauf, dass es bereits eine Vielzahl von Möglichkeiten des Gedenkens gebe. Diese seien durch die gestrige Einweihung des Denkmals des „Trauernden Mädchens am Tränenmeer“ auf dem Heidefriedhof noch erweitert worden. Derzeit erinnert auf dem Altmarkt eine Schrifttafel an die Getöteten. Auf dem zentralen Dresdner Platz wurden Tausende Leichen verbrannt.

Bei den Luftangriffen der Alliierten starben nach umfangreichen Recherchen einer Historikerkommission bis zu 25000 Menschen. Von rund 19000 sind die Namen bekannt. Ob und wie die Namen öffentlich gemacht werden, ist noch offen. FDP-Fraktionschef Holger Zastrow hatte bereits erklärt: „Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass es sich bei den Opfern der Angriffe um Kriegsopfer handelt, deren Namen öffentlich zugängig sein sollten.“

Mehr zum Thema lesen Sie heute in der Dresdner Ausgabe der Sächsischen Zeitung oder hier bei SZ-Exklusiv.


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