Wirtschaft
Freitag, 12. März 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Sachsens Brauer ringen um ihren Ruf
Von Georg Moeritz
Komasaufen und Preiskrieg ängstigen die Bierbranche. Mit einer Werbekampagne will sie ans Reinheitsgebot erinnern – jahrelang.
Pirna. Der Pirnaer Braumeister Benjamin Vogel arbeitet an einem Weltmeisterbier. Wenn im Brauhaus „Zum Gießer“ die Fußball-WM in den Biergarten übertragen wird, dann soll dieses leichte Sommerbier auf die Tische kommen. Es ist nicht die erste Erfindung der Pirnaer Erlebnisbrauerei – und wenn es nach dem Brauerbund geht, dann folgen noch viele.
Denn der Brauerbund ist in der Krise. Sachsens Vizepräsident Bernd Schmidt von der Wernesgrüner Brauerei wollte gestern in Pirna eigentlich nur die Vorzüge der Brauereiprodukte preisen. Doch rasch kam er auf die Sorgen zu sprechen: Um fast drei Prozent ist der Bierabsatz voriges Jahr geschrumpft, die Preise sind gefallen, und Werbeschranken gegen Alkohol sind im Gespräch. „Flatratetrinken und Komasaufen sind keine Werbung“, sagte auch Verbandsgeschäftsführer Reinhard Zwanzig. Der Brauerbund beginnt deshalb mit einer Werbekampagne, die bis 2016 dauern soll. Dann wird das Reinheitsgebot 500 Jahre alt. „Bier ist rein. Bier ist Genuss. Bier ist Deutschland“, so die Werbung.
Im Pirnaer Brauhaus gibt es allerdings auch Bier, das nicht nur Malz, Wasser, Hopfen und Hefe enthält – die Spezialität „Schlafmützchen“ mit Gewürzen. Wernesgrüner-Chef Schmidt überlässt es „dem Verbraucher“, was davon zu halten ist. Denn noch einen Streit unter Brauern kann er nicht gebrauchen: Sein Mutterkonzern Bitburger ist wie andere aus dem Brauerbund ausgetreten. Bis Juni, so hofft Schmidt, wird der Verband verlorene Mitglieder wieder geeint haben.
Denn der Brauerbund ist in der Krise. Sachsens Vizepräsident Bernd Schmidt von der Wernesgrüner Brauerei wollte gestern in Pirna eigentlich nur die Vorzüge der Brauereiprodukte preisen. Doch rasch kam er auf die Sorgen zu sprechen: Um fast drei Prozent ist der Bierabsatz voriges Jahr geschrumpft, die Preise sind gefallen, und Werbeschranken gegen Alkohol sind im Gespräch. „Flatratetrinken und Komasaufen sind keine Werbung“, sagte auch Verbandsgeschäftsführer Reinhard Zwanzig. Der Brauerbund beginnt deshalb mit einer Werbekampagne, die bis 2016 dauern soll. Dann wird das Reinheitsgebot 500 Jahre alt. „Bier ist rein. Bier ist Genuss. Bier ist Deutschland“, so die Werbung.
Im Pirnaer Brauhaus gibt es allerdings auch Bier, das nicht nur Malz, Wasser, Hopfen und Hefe enthält – die Spezialität „Schlafmützchen“ mit Gewürzen. Wernesgrüner-Chef Schmidt überlässt es „dem Verbraucher“, was davon zu halten ist. Denn noch einen Streit unter Brauern kann er nicht gebrauchen: Sein Mutterkonzern Bitburger ist wie andere aus dem Brauerbund ausgetreten. Bis Juni, so hofft Schmidt, wird der Verband verlorene Mitglieder wieder geeint haben.







