Dresden
Dienstag, 17. November 2009
(online-Redaktion)
(online-Redaktion)
Limbo im Landtag
Studenten-Flashmob in Dresden
Etwa 100 Studenten haben am Dienstagmittag für mehrere sogenannte Flashmobs in der Dresdner Innenstadt gesorgt. Damit folgten sie dem bundesweiten Aufruf zum Bildungsstreik.
Dresden - Einfrieren, tot stellen, tanzen: Mit sogenannten Flashmobs haben Studenten der Technischen Universität Dresden am Dienstag für bessere Studienbedingungen in Deutschland demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter versammelten sich rund 100 Teilnehmer insgesamt viermal für nur wenige Augenblicke in der Innenstadt, um kurz darauf wieder in alle Himmelsrichtungen zu verschwinden.
Als Flashmobs werden blitzartige Menschenaufläufe bezeichnet, die sich aus dem Nichts an öffentlichen Orten ergeben und mit meist befremdlichen Aktionen erstaunen. Die erste Aktion fand um Punkt 12.01 Uhr auf der Prager Straße in Höhe der Centrum-Galerie statt. Für eine Minute erstarrten die Studenten zu Eisblöcken. Schließlich rief einer von ihnen "Tauen wir das Bildungssystem auf". Anschließend wurden Flyer mit den Forderungen der Studenten an Passanten verteilt. Nächste Station war die Altmarkt-Galerie. Hier fielen die Bildungsstreikenden auf ein Signal zu Boden und verharrten regungslos. Um 13.15 Uhr tanzten die Studenten dann auf dem Theaterplatz um das König-Johann-Denkmal herum. Zum Abschluss stürmte die Gruppe schließlich in das Foyer des Sächsischen Landtags und tanzte minutenlang Limbo nach dem Motto "Bildungsniveau - How low can you go?".
Die Proteste waren Teil eines bundesweiten Aktionstages, mit dem Studenten in ganz Deutschland unter anderem für Nachbesserungen an den Bachelor- und Masterstudiengängen demonstrierten. Wie auch in anderen Städten hatten die Studenten in Dresden zuvor bereits einen Hörsaal ihrer Hochschule besetzt.
An den übrigen sächsischen Hochschulstandorten gab es am Dienstag keine Protestaktionen. „Die Studis konzentrieren sich auf nächsten Dienstag, wenn hier die Hochschulrektorenkonferenz tagt“, sagte die Sprecherin des Leipziger Studentenrates, Ulrike Nack. Dann soll es in der Messestadt eine große Demonstration mit mehreren tausend Teilnehmern aus ganz Deutschland geben. Aus Hildesheim, München oder Jena haben sich Busse angekündigt, von Dresden aus soll ein Sonderzug nach Leipzig fahren, hieß es. (szo/hbe/dpa)
Als Flashmobs werden blitzartige Menschenaufläufe bezeichnet, die sich aus dem Nichts an öffentlichen Orten ergeben und mit meist befremdlichen Aktionen erstaunen. Die erste Aktion fand um Punkt 12.01 Uhr auf der Prager Straße in Höhe der Centrum-Galerie statt. Für eine Minute erstarrten die Studenten zu Eisblöcken. Schließlich rief einer von ihnen "Tauen wir das Bildungssystem auf". Anschließend wurden Flyer mit den Forderungen der Studenten an Passanten verteilt. Nächste Station war die Altmarkt-Galerie. Hier fielen die Bildungsstreikenden auf ein Signal zu Boden und verharrten regungslos. Um 13.15 Uhr tanzten die Studenten dann auf dem Theaterplatz um das König-Johann-Denkmal herum. Zum Abschluss stürmte die Gruppe schließlich in das Foyer des Sächsischen Landtags und tanzte minutenlang Limbo nach dem Motto "Bildungsniveau - How low can you go?".
Die Proteste waren Teil eines bundesweiten Aktionstages, mit dem Studenten in ganz Deutschland unter anderem für Nachbesserungen an den Bachelor- und Masterstudiengängen demonstrierten. Wie auch in anderen Städten hatten die Studenten in Dresden zuvor bereits einen Hörsaal ihrer Hochschule besetzt.
An den übrigen sächsischen Hochschulstandorten gab es am Dienstag keine Protestaktionen. „Die Studis konzentrieren sich auf nächsten Dienstag, wenn hier die Hochschulrektorenkonferenz tagt“, sagte die Sprecherin des Leipziger Studentenrates, Ulrike Nack. Dann soll es in der Messestadt eine große Demonstration mit mehreren tausend Teilnehmern aus ganz Deutschland geben. Aus Hildesheim, München oder Jena haben sich Busse angekündigt, von Dresden aus soll ein Sonderzug nach Leipzig fahren, hieß es. (szo/hbe/dpa)
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