Chemnitz
Mittwoch, 10. Juni 2009
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Hier wracken Frauen ihre Körbchen ab
Von Petra Pape-Seidel
Abwrackprämie nur für Autos war gestern. Längst werben andere Branchen mit der Konjunktur-Idee. Ob Sportschuhe, Fahrräder oder Waschmaschinen - in Chemnitz brummt das Geschäft.
Chemnitz - Mancher Dame geht die Umweltprämie sogar an die Wäsche. Im Miederwarengeschäft „body fashion“ in der Sachsen-Allee ist die Box für abgewrackte Dessous prall gefüllt. Fünf Euro gibt es für einen alten BH - beim Kauf eines neuen.
Rund 300 doppelte Körbchen hat Chefin Steffi Blau (45) schon eingesammelt: „Unglaublich, aber es funktioniert.“ Bei „eastside Sportmüller“ in den Rathaus-Passagen türmen sich 100 ausrangierte Fußballschuhe. Als Verkäufer Pierre Sprößig (21) sich durch die Abwrackkiste wühlte, kramte er sogar ein Paar museumsreifer Treter hervor. „Die sind noch DDR-Produktion von Germina und etwa 25 Jahre alt“, schätzt er. Noch bis Sonnabend gibt es bei Neukauf 25 Euro für alte Kickerlatschen.
Für die ausgediente Waschmaschine 100 Euro, bis zu 20 Euro für andere Haushaltsgeräte rechnet Filialchefin Elke Weiskopf (59) von „Elektro Riese“ in der Paul-Bertz-Straße bei Neukauf an: „Vor allem im hohen Preissegment wird die Prämie rege genutzt.“
Nils Stannewitz (31) von „Lucky Bike“ im Ex-Diamantwerk Nevoigtstraße geht den Radlern an den Fahrradständer - und zwar richtig erfolgreich. 100 Euro gibt es hier für den alten Drahtesel bei Kauf eines neuen ab 399 Euro. „Mehr als 1000 Räder haben wir seit dem Frühjahr schon verkauft, unsere beste Saison“, jubelt der Chef. Übrigens: Nur ein paar alte Räder werden weiterverkauft, die anderen Abwrackteile entsorgt.
Für die ausgediente Waschmaschine 100 Euro, bis zu 20 Euro für andere Haushaltsgeräte rechnet Filialchefin Elke Weiskopf (59) von „Elektro Riese“ in der Paul-Bertz-Straße bei Neukauf an: „Vor allem im hohen Preissegment wird die Prämie rege genutzt.“
Nils Stannewitz (31) von „Lucky Bike“ im Ex-Diamantwerk Nevoigtstraße geht den Radlern an den Fahrradständer - und zwar richtig erfolgreich. 100 Euro gibt es hier für den alten Drahtesel bei Kauf eines neuen ab 399 Euro. „Mehr als 1000 Räder haben wir seit dem Frühjahr schon verkauft, unsere beste Saison“, jubelt der Chef. Übrigens: Nur ein paar alte Räder werden weiterverkauft, die anderen Abwrackteile entsorgt.







