Sachsen
Samstag, 6. Juni 2009
Sachsen sind vergesslich
Regenschirme, Mützen, Schals, Mobiltelefone: Tausende vergessene Dinge stapeln sich jährlich in den Regalen der sächsischen Fundbüros. Bisweilen werden auch Sachen abgeliefert, die kurios anmuten.
Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dem Fundbüro in Aue (Erzgebirge) etwa ist im Herbst vergangenen Jahres ein grün-gelber Wellensittich vor die Tür und geflogen. Er wurde dem Tierpark in Pflege gegeben. Die Mitarbeiter des Fundbüros sind einiges gewohnt: Ihnen war auch schon ein Gebiss mit goldenen Zähnen übergeben worden. Melden sich die Besitzer nicht, werden die Fundstücke nach sechs Monaten versteigert, gespendet oder entsorgt.
Ein aufgefundener Feuerlöscher und Kaninchenstreu sorgten unlängst im Dresdner Fundbüro für überraschte Gesichter. Mehr als 9000 Sachen wurde 2008 abgeliefert, teilte Stadtsprecher Karl Schuricht auf Anfrage mit. Das entspreche etwa dem Schnitt vergangener Jahre. Mehr als 5100 davon wurden in Bussen und Bahnen der Verkehrsbetriebe liegengelassen. Weitere fast 3400 Dinge stammten aus Kaufhäusern, Hotels, Museen und anderen Kultureinrichtungen oder wurden von der Polizei abgegeben. Zusammen mit scheinbar herrenlosen Geldbörsen und Taschen landeten auch viele Personalausweise und Pässe bei den Büro- Mitarbeitern, hieß es. Sie wurden an die Behörden weitergeleitet.
Etwa 18 000 Fundsachen türmen sich jährlich im Leipziger Fundbüro. Rund 4600 waren es 2008 in Chemnitz. Zu eher außergewöhnlichen Stücken in den Regalen gehörten dort ein Reizstrom- und ein Ultraschallgerät sowie ein Computer. Im Fundbüro in Zwickau wartet sogar ein Schlagstock auf den Eigentümer. Laut Stadtverwaltung hatte die Polizei das Stück abgeliefert. Rund 1100 Sachen würden jährlich abgegeben. Mit dabei: Stereoanlage, Drucker, Brillen, Kinderwagen, Digitalkamera, Fahrradhelme, Heckenschere.
In Görlitz gingen 260 Fundstücke ein. Glück hatte eine junger Mann aus Florida (USA), der mit dem Motorrad auf Europatour war, berichtete Verwaltungsmitarbeiterin Silvia Gerlach. Er hatte Pass und Fahrerlaubnis verloren. Der Mann war bereits in Frankreich unterwegs, als sein Telefon klingelte und ihm der Fund mitgeteilt wurde. Per Post bekam er sein Papiere auf schnellstem Wege zurück.
Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Jahren bei Fundsachen vor allem eine steigende Zahl elektronischer Geräte registriert. 2007 wurden bei der Bahn deutschlandweit rund 1000 Laptops und etwa 13 000 Mobiltelefone gefunden, teilte die für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständige Bahnsprecherin Daniela Bals mit. Am Hauptbahnhof in Dresden wurden 2008 etwa 100 Dinge abgegeben. Darunter befand sich eine vergessene Kiste mit Utensilien für einen Junggesellenabschied. (dpa)
Ein aufgefundener Feuerlöscher und Kaninchenstreu sorgten unlängst im Dresdner Fundbüro für überraschte Gesichter. Mehr als 9000 Sachen wurde 2008 abgeliefert, teilte Stadtsprecher Karl Schuricht auf Anfrage mit. Das entspreche etwa dem Schnitt vergangener Jahre. Mehr als 5100 davon wurden in Bussen und Bahnen der Verkehrsbetriebe liegengelassen. Weitere fast 3400 Dinge stammten aus Kaufhäusern, Hotels, Museen und anderen Kultureinrichtungen oder wurden von der Polizei abgegeben. Zusammen mit scheinbar herrenlosen Geldbörsen und Taschen landeten auch viele Personalausweise und Pässe bei den Büro- Mitarbeitern, hieß es. Sie wurden an die Behörden weitergeleitet.
Etwa 18 000 Fundsachen türmen sich jährlich im Leipziger Fundbüro. Rund 4600 waren es 2008 in Chemnitz. Zu eher außergewöhnlichen Stücken in den Regalen gehörten dort ein Reizstrom- und ein Ultraschallgerät sowie ein Computer. Im Fundbüro in Zwickau wartet sogar ein Schlagstock auf den Eigentümer. Laut Stadtverwaltung hatte die Polizei das Stück abgeliefert. Rund 1100 Sachen würden jährlich abgegeben. Mit dabei: Stereoanlage, Drucker, Brillen, Kinderwagen, Digitalkamera, Fahrradhelme, Heckenschere.
In Görlitz gingen 260 Fundstücke ein. Glück hatte eine junger Mann aus Florida (USA), der mit dem Motorrad auf Europatour war, berichtete Verwaltungsmitarbeiterin Silvia Gerlach. Er hatte Pass und Fahrerlaubnis verloren. Der Mann war bereits in Frankreich unterwegs, als sein Telefon klingelte und ihm der Fund mitgeteilt wurde. Per Post bekam er sein Papiere auf schnellstem Wege zurück.
Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Jahren bei Fundsachen vor allem eine steigende Zahl elektronischer Geräte registriert. 2007 wurden bei der Bahn deutschlandweit rund 1000 Laptops und etwa 13 000 Mobiltelefone gefunden, teilte die für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständige Bahnsprecherin Daniela Bals mit. Am Hauptbahnhof in Dresden wurden 2008 etwa 100 Dinge abgegeben. Darunter befand sich eine vergessene Kiste mit Utensilien für einen Junggesellenabschied. (dpa)






