Dresden
Montag, 16. März 2009
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Dresdner Innenstadt soll Sachsens erste Umweltzone werden
Dresden überschreitet EU- Grenzwerte für Stickoxide / Innenstadt ab 2010 nur mit grüner Plakette befahrbar / Für 50 000 Dresdner Autos ist die City dann verboten
In sz-online
Kommentar
Stadtzentren sind autofrei attraktiver
Stadtzentren sind autofrei attraktiver
Hintergrund
So funktioniert eine Umweltzone
So funktioniert eine Umweltzone
Ab 2010 nur mit grüner Plakette in die City
Das Gebiet im 26er-Ring soll Umweltzone werden. 50 000 Autos könnten nicht mehr ins Zentrum fahren.
Das Gebiet im 26er-Ring soll Umweltzone werden. 50 000 Autos könnten nicht mehr ins Zentrum fahren.
Abstimmung
Sind Sie für eine Umweltzone in der Dresdner Innenstadt?
Sind Sie für eine Umweltzone in der Dresdner Innenstadt?
Grafik
Die geplante Umweltzone in Dresden
Die geplante Umweltzone in Dresden
Bürgermeister bleibt bei freier Fahrt für Autos
Baubürgermeister Marx will den 26er-Ring deutlicher ausschildern und so den Verkehr besser lenken.
Baubürgermeister Marx will den 26er-Ring deutlicher ausschildern und so den Verkehr besser lenken.
Im Internet
Plakettenrechner beim VCD
Hier können Sie überprüfen, ob und welche Plakette Ihr Fahrzeug erhält.
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Dresden. Als erste Großstadt in Sachsen will Dresden ab 2010 eine Umweltzone für die Innenstadt einführen. Das geht aus Plänen des Umweltamts hervor. Wie groß die Zone in Dresden wird, ist noch offen. Sie soll aber mindestens das Gebiet des 26er Rings zwischen Bahnhof Neustadt und Hauptbahnhof umfassen. Der Stadtrat muss bis Ende des Jahres entscheiden.
Das Gebiet wäre nur von Autos mit grüner Plakette befahrbar. Von den gut 210000 in Dresden zugelassenen Fahrzeugen dürften dann knapp 50000 Autos, Busse und Lastwagen nicht mehr ins Zentrum fahren. Auch alle Dresden-Besucher brauchen dann eine Plakette, die beim Autohändler fünf Euro kostet. Sonst muss das Auto außerhalb stehen bleiben. Wer ohne in die Zone fährt, muss laut Straßenverkehrsordnung mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.
Anlass für die Einführung der Umweltzone ist die zunehmende Luftverschmutzung. „Nicht die viel diskutierten Feinstäube sind in Dresden das Problem, sondern die gefährlichen Stickoxide“, erklärt der Leiter der Abteilung Stadtökologie, Wolfgang Socher. Messungen belegen, dass die Grenzwerte von 42 Mikrogramm für diese gesundheitsgefährdenden Reizgase seit Langem teils deutlich überschritten werden. „Durch die ungünstige Wetterlage dieses Winters werden wir die Luftbelastung des Gesamtjahres 2007 bereits nach den ersten drei Monaten 2009 erreichen.“
20 Prozent weniger Autos
Die Grenzwerte werden 2010 nochmals verschärft. Spätestens 2015 müssen sie eingehalten werden. Sonst verhängt die Europäische Union Geldstrafen. Zwei Drittel der Stickoxid-Belastung in der Luft werden vom Autoverkehr verursacht. Deshalb muss beim größten Luftverschmutzer angesetzt werden, um die Grenzwerte zu erreichen und dann langfristig einzuhalten. Dazu muss der Verkehr in Dresdens Innenstadt um etwa 20 Prozent reduziert werden.
Leipzig und Chemnitz planen keine Umweltzonen. Laut Bundesumweltamt haben bisher 34 deutsche Städte Umweltzonen eingeführt. Viele kündigen laut Verkehrsclub Deutschland für 2010 Verschärfungen an.
Das Gebiet wäre nur von Autos mit grüner Plakette befahrbar. Von den gut 210000 in Dresden zugelassenen Fahrzeugen dürften dann knapp 50000 Autos, Busse und Lastwagen nicht mehr ins Zentrum fahren. Auch alle Dresden-Besucher brauchen dann eine Plakette, die beim Autohändler fünf Euro kostet. Sonst muss das Auto außerhalb stehen bleiben. Wer ohne in die Zone fährt, muss laut Straßenverkehrsordnung mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.
Anlass für die Einführung der Umweltzone ist die zunehmende Luftverschmutzung. „Nicht die viel diskutierten Feinstäube sind in Dresden das Problem, sondern die gefährlichen Stickoxide“, erklärt der Leiter der Abteilung Stadtökologie, Wolfgang Socher. Messungen belegen, dass die Grenzwerte von 42 Mikrogramm für diese gesundheitsgefährdenden Reizgase seit Langem teils deutlich überschritten werden. „Durch die ungünstige Wetterlage dieses Winters werden wir die Luftbelastung des Gesamtjahres 2007 bereits nach den ersten drei Monaten 2009 erreichen.“
20 Prozent weniger Autos
Die Grenzwerte werden 2010 nochmals verschärft. Spätestens 2015 müssen sie eingehalten werden. Sonst verhängt die Europäische Union Geldstrafen. Zwei Drittel der Stickoxid-Belastung in der Luft werden vom Autoverkehr verursacht. Deshalb muss beim größten Luftverschmutzer angesetzt werden, um die Grenzwerte zu erreichen und dann langfristig einzuhalten. Dazu muss der Verkehr in Dresdens Innenstadt um etwa 20 Prozent reduziert werden.
Leipzig und Chemnitz planen keine Umweltzonen. Laut Bundesumweltamt haben bisher 34 deutsche Städte Umweltzonen eingeführt. Viele kündigen laut Verkehrsclub Deutschland für 2010 Verschärfungen an.







