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Politik
Mittwoch, 7. Januar 2009

Vor dem Abflug erst ins Internet


Vom 12. Januar an müssen sich die meisten USA-Reisenden aus Deutschland online bei den US-Behörden anmelden.

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Vom 12. Januar an müssen sich die meisten USA-Reisenden aus Deutschland online bei den US-Behörden anmelden. Fotos: dpa

Hamburg - Das „Electronic System for Travel Authorization“ (ESTA) verpflichtet Touristen und Geschäftsreisende aus Ländern, die von der Visumspflicht befreit sind, zur Registrierung über eine Website. Sie soll mittelfristig jene grünen Formulare ersetzen, die Einreisende bereits seit Jahren ausfüllen müssen. Die Einreisegenehmigung soll in den meisten Fällen innerhalb weniger Sekunden erteilt werden und ist zwei Jahre gültig - es sei denn, dass sich eine der abgefragten Informationen ändert.

„Grund für ESTA ist eine Vereinfachung des Reisens“, sagte US- Generalkonsulin Karen E. Johnson bei einer ESTA-Präsentation am Mittwoch in Hamburg, „nicht eine Verletzung der Privatsphäre.“ Das US-Ministerium für Heimatschutz frage durch ESTA dieselben Daten ab, die bisher meist im Flugzeug im Formular I-94W eingetragen werden mussten. Diese Daten würden für insgesamt 15 Jahre gespeichert. Dem Datenschutz widerspreche dies nicht.

Das grüne Formular gehört dennoch nicht endgültig der Vergangenheit an. Bis sich die Fluggesellschaften auf das neue System eingestellt haben, müssen übergangsweise das ESTA-Verfahren und die Papiervariante genutzt werden, sagte Johnson. Wie lange diese Übergangsphase dauere, sei noch nicht abzusehen. ESTA ermögliche es jedoch, die grundsätzliche Genehmigung bereits vor Reiseantritt einzuholen statt wie bisher erst bei der Einreise in die USA.

Das Ausfüllen dauere nur wenige Minuten, betonte die Generalkonsulin. In mehr als 99,5 Prozent der Fälle werde die Reisegenehmigung binnen weniger Sekunden erteilt. Wer online keine Einreisegenehmigung erhalte, müsse sich in einer Visaabteilung der US-Vertretungen in Berlin, Frankfurt oder München um ein Visum bemühen. Sofern ein maschinenlesbarer Reisepass vorliegt, kann ESTA auch problemlos von anderen Personen ausgefüllt werden, beispielsweise von einem Familienmitglied oder vom Reisebüro. (dpa)


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