Tagesthema
Samstag, 15. November 2008
Frauen im Osten erfolgreicher als Frauen im Westen
Ostdeutsche Frauen könnten Vorbild für ganz Deutschland sein. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die am Freitag in Leipzig vorgestellt wurde.
In sz-online
Junge Frauen im Osten sind mobiler als Männer
Eine Studie belegt, dass Frauen in den neuen Bundesländern nichts von der alten Rollenverteilung in der Familie halten.
Eine Studie belegt, dass Frauen in den neuen Bundesländern nichts von der alten Rollenverteilung in der Familie halten.
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Drei Beispiele
Warum es so viele Frauen in boomende Städte zieht
Warum es so viele Frauen in boomende Städte zieht
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Die Studie
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Leipzig. Vor allem die jungen Frauen sind deutlich besser ausgebildet als alle anderen Bevölkerungsgruppen. Sie streben nicht nur nach höherem Einkommen, sondern halten auch Familie und Beruf für vereinbar. Damit sei der Osten für die Herausforderungen der Zukunft besser aufgestellt als der Westen, heißt es in der Studie.
Die ostdeutschen Frauen sind demnach sowohl ihren westdeutschen Geschlechtsgenossinnen als auch den Männern in Ost und West überlegen. So erreichen 37,5 Prozent der ostdeutschen Schülerinnen die Hochschulreife, während es nur 25,3 der männlichen Ostdeutschen und im Westen lediglich 29,3 Prozent der Mädchen und 22,8 Prozent der Jungen schaffen. Allerdings schlägt sich dies in der Zahl der Studentinnen an ostdeutschen Hochschulen nieder. Als Gründe nennt die Studie die Abwanderung an Universitäten im Westen und geringere Möglichkeiten finanzieller Unterstützung eines Studiums durch die Familie.
Die Frauen in Ostdeutschland haben es der Studie zufolge auch geschafft, den Einkommensabstand zu ihren männlichen Kollegen deutlich zu verringern. Während Frauen im Osten durchschnittlich 92 Prozent des Gehalts von Männern erzielen, liegt der Wert im Westen erst bei 76 Prozent. Im Osten sind zudem proportional mehr Frauen in Führungspositionen zu finden als im Westen Deutschlands. Weil sie höhere Qualifikationen besitzen und das Arbeitskräfteangebot schrumpft, hätten sie bessere Karrierechancen.
Auch die Gründung einer Familie hält ostdeutsche Frauen nicht davon ab, weiter berufstätig zu sein. Darin werden sie durch ihr Umfeld bestärkt: Während im Westen 53 Prozent der Bevölkerung die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau begrüßen, sind es im Osten 20 Prozent. Junge Frauen im Osten machen ihren Kinderwunsch nicht von der Ehe abhängig: 57 Prozent aller Kinder im Osten werden außerehelich geboren, im Westen 21 Prozent. (AP)
Die ostdeutschen Frauen sind demnach sowohl ihren westdeutschen Geschlechtsgenossinnen als auch den Männern in Ost und West überlegen. So erreichen 37,5 Prozent der ostdeutschen Schülerinnen die Hochschulreife, während es nur 25,3 der männlichen Ostdeutschen und im Westen lediglich 29,3 Prozent der Mädchen und 22,8 Prozent der Jungen schaffen. Allerdings schlägt sich dies in der Zahl der Studentinnen an ostdeutschen Hochschulen nieder. Als Gründe nennt die Studie die Abwanderung an Universitäten im Westen und geringere Möglichkeiten finanzieller Unterstützung eines Studiums durch die Familie.
Die Frauen in Ostdeutschland haben es der Studie zufolge auch geschafft, den Einkommensabstand zu ihren männlichen Kollegen deutlich zu verringern. Während Frauen im Osten durchschnittlich 92 Prozent des Gehalts von Männern erzielen, liegt der Wert im Westen erst bei 76 Prozent. Im Osten sind zudem proportional mehr Frauen in Führungspositionen zu finden als im Westen Deutschlands. Weil sie höhere Qualifikationen besitzen und das Arbeitskräfteangebot schrumpft, hätten sie bessere Karrierechancen.
Auch die Gründung einer Familie hält ostdeutsche Frauen nicht davon ab, weiter berufstätig zu sein. Darin werden sie durch ihr Umfeld bestärkt: Während im Westen 53 Prozent der Bevölkerung die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau begrüßen, sind es im Osten 20 Prozent. Junge Frauen im Osten machen ihren Kinderwunsch nicht von der Ehe abhängig: 57 Prozent aller Kinder im Osten werden außerehelich geboren, im Westen 21 Prozent. (AP)
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