Tagesthema
Freitag, 24. Oktober 2008
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Erster Bankmanager zahlt Gehalt zurück
Die fast pleitegegangene Staatsbank IKB fordert Geld von den verantwortlichen Vorständen zurück. Jetzt hat der erste gezahlt.
Rückzahlungsforderung akzeptiert: Claus Momburg, Vorstand bei der IKB, erstattet nach Angaben der Bank 558.000 Euro. Foto: AP
In sz-online
Kommentar
Peter Weißenberg über Prämien für große Leistungen im Bankwesen
Peter Weißenberg über Prämien für große Leistungen im Bankwesen
Düsseldorf. Die krisengeschüttelte Mittelstandsbank IKB fordert seit Monaten eine Millionensumme an Managervergütungen zurück –aber nur einer aus dem alten IKB-Vorstand hat bisher Geld gezahlt. Die Rückzahlungsforderungen an sechs Banker reichten von 805.000 Euro beim Ex-Vorstandschef Stefan Ortseifen bis zu 25.000 Euro bei einem seiner ehemaligen Vorstandskollegen.
Bislang habe nur Claus Momburg die Rückzahlungsforderung akzeptiert und 558.000 Euro erstattet. Momburg ist der einzige aus dem alten IKB-Vorstand noch verbliebene Manager. Bei den Rückzahlungsforderungen geht es um erfolgsabhängige Vergütungen für das Geschäftsjahr 2006/2007, die im Juli des vergangenen Jahres gezahlt wurden. Die IKB fordert insgesamt gut drei Millionen Euro zurück. Nach einer Sonderuntersuchung durch Wirtschaftsprüfer wurde Mitte Februar 2008 der IKB-Geschäftsbericht für 2006/2007 rückwirkend geändert. Dabei fiel der Gewinn nicht einmal halb so hoch aus wie ursprünglich errechnet.
Die IKB hatte sich auf dem Markt für zweitklassige US-Hypothekenkredite kräftig verspekuliert und schlitterte Ende Juli 2007 in eine bedrohliche Schieflage. Sie war die erste Bank in Deutschland, die von der US-Hypothekenkrise hart getroffen wurde. Für die IKB wurde ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt. Ortseifen nahm Ende Juli 2007 seinen Hut. In den folgenden Monaten verließen fast alle Vorstände den Düsseldorfer Konzern.
Bei der fast pleitegegangenen Sachsen-LB hatten sich drei Ex-Vorstände dagegen noch in diesem Jahr die Nachzahlungen von Erfolgsprämien in bis zu sechsstelliger Höhe vor Gericht erstritten. Die Sachsen-LB ist inzwischen von der Landesbank Baden-Württembergs übernommen worden. (dpa/SZ)
Bislang habe nur Claus Momburg die Rückzahlungsforderung akzeptiert und 558.000 Euro erstattet. Momburg ist der einzige aus dem alten IKB-Vorstand noch verbliebene Manager. Bei den Rückzahlungsforderungen geht es um erfolgsabhängige Vergütungen für das Geschäftsjahr 2006/2007, die im Juli des vergangenen Jahres gezahlt wurden. Die IKB fordert insgesamt gut drei Millionen Euro zurück. Nach einer Sonderuntersuchung durch Wirtschaftsprüfer wurde Mitte Februar 2008 der IKB-Geschäftsbericht für 2006/2007 rückwirkend geändert. Dabei fiel der Gewinn nicht einmal halb so hoch aus wie ursprünglich errechnet.
Die IKB hatte sich auf dem Markt für zweitklassige US-Hypothekenkredite kräftig verspekuliert und schlitterte Ende Juli 2007 in eine bedrohliche Schieflage. Sie war die erste Bank in Deutschland, die von der US-Hypothekenkrise hart getroffen wurde. Für die IKB wurde ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt. Ortseifen nahm Ende Juli 2007 seinen Hut. In den folgenden Monaten verließen fast alle Vorstände den Düsseldorfer Konzern.
Bei der fast pleitegegangenen Sachsen-LB hatten sich drei Ex-Vorstände dagegen noch in diesem Jahr die Nachzahlungen von Erfolgsprämien in bis zu sechsstelliger Höhe vor Gericht erstritten. Die Sachsen-LB ist inzwischen von der Landesbank Baden-Württembergs übernommen worden. (dpa/SZ)







