Dresden
Freitag, 30. Mai 2008
SPD-Politiker fordern Engagement für Erhalt des Welterbes
Berlin/Dresden - Mehrere SPD-Bundestagsmitglieder haben Sachsens neuen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) zum Einsatz für den Erhalt des Dresdner Weltkulturerbes aufgefordert. Die sächsische Regierung habe bei dem Thema bisher ein mehr als schlechtes Bild abgegeben, hieß es in einer am Freitag in Berlin verbreiteten Erklärung. Tillich habe nun die Chance, diese Position zu korrigieren und damit kulturpolitische Kompetenz zu beweisen. „Das Dresdner Elbtal muss seinen Welterbetitel behalten“, mahnten die Unterzeichner, zu denen auch die Sprecherin der SPD-Fraktion für Kultur und Medien, Monika Griefahn gehört.
„Es wäre eine Schande für den Gesamtstaat Deutschland, wenn Dresden den Welterbetitel verliert und damit das bisherige Ansehen als im Bereich des Denkmalschutzes vorbildliches Land beschädigt wird“, erklärten sie kurz vor dem Welterbetag (1. Juni). Dies könne auch die Bemühungen vieler anderer Initiativen um diese Anerkennung bundesweit zunichtemachen. „Die UNESCO muss den Wert und die Bedeutung des Welterbetitels auch schützen.“ Auf der anderen Seite würden Sachsen und Dresden ignorant mit dem eigenen kulturellen Erbe umgehen. Sie hätten bisher keine ernsthaften Bemühungen unternommen, den Titelverlust durch Kompromisslösungen zu vermeiden.
Der Welterbetag wird am Wochenende auch in Dresden gefeiert. Für den Vortag des 1. Juni hat das Netzwerk Welterbestadt Dresden ein privat finanziertes Bürgerfest organisiert. „Es ist höchste Zeit für ein positives Signal an Deutschland und die Welt“, so die Veranstalter in einer Mitteilung. Der großartige Schatz UNESCO- Welterbe, der beim Streit über die Waldschlößchenbrücke aus dem Blick geraten sei, soll dabei wieder in den Mittelpunkt gerückt werden. Das städtische Welterbezentrum hat für Sonntag gut 50 Veranstaltungen im Programm, von Ausstellungen bis zu Spaziergängen und Radtouren in der Flusslandschaft. (dpa)
„Es wäre eine Schande für den Gesamtstaat Deutschland, wenn Dresden den Welterbetitel verliert und damit das bisherige Ansehen als im Bereich des Denkmalschutzes vorbildliches Land beschädigt wird“, erklärten sie kurz vor dem Welterbetag (1. Juni). Dies könne auch die Bemühungen vieler anderer Initiativen um diese Anerkennung bundesweit zunichtemachen. „Die UNESCO muss den Wert und die Bedeutung des Welterbetitels auch schützen.“ Auf der anderen Seite würden Sachsen und Dresden ignorant mit dem eigenen kulturellen Erbe umgehen. Sie hätten bisher keine ernsthaften Bemühungen unternommen, den Titelverlust durch Kompromisslösungen zu vermeiden.
Der Welterbetag wird am Wochenende auch in Dresden gefeiert. Für den Vortag des 1. Juni hat das Netzwerk Welterbestadt Dresden ein privat finanziertes Bürgerfest organisiert. „Es ist höchste Zeit für ein positives Signal an Deutschland und die Welt“, so die Veranstalter in einer Mitteilung. Der großartige Schatz UNESCO- Welterbe, der beim Streit über die Waldschlößchenbrücke aus dem Blick geraten sei, soll dabei wieder in den Mittelpunkt gerückt werden. Das städtische Welterbezentrum hat für Sonntag gut 50 Veranstaltungen im Programm, von Ausstellungen bis zu Spaziergängen und Radtouren in der Flusslandschaft. (dpa)
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