Dresden
Mittwoch, 14. Mai 2008
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Acht OB-Kandidaten treten an
Von Thilo Alexe
Zwei der zehn Bewerber scheitern, weil sie nicht genug Unterstützer hatten. Für die anderen beginnt der heiße Wahlkampf.
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Die Kandidaten
Diese Politiker wollen Oberbürgermeister von Dresden werden.
Diese Politiker wollen Oberbürgermeister von Dresden werden.
Die Dresdner haben die Wahl: Bei der Abstimmung über den neuen Oberbürgermeister am 8. Juni können sich die mehr als 400.000 Wahlberechtigten zwischen acht Kandidaten entscheiden. Der städtische Gemeindewahlausschuss überprüfte am Dienstag die zehn eingereichten Vorschläge und verweigerte nur zweien die Zustimmung.
Überraschender Rückzug
Erwartungsgemäß dürfen Helma Orosz (CDU), Klaus Sühl (Linke), Eva Jähnigen (Grüne), Peter Lames (SPD) und Dirk Hilbert (FDP) antreten. Ihre Unterlagen waren fristgerecht eingegangen. Unterstützerunterschriften benötigten die fünf nicht, da ihre Parteien im Landtag vertreten sind. Wirbel gab es um den Kandidaten der Sächsischen Volkspartei (SVP), die von einem ehemaligen NPD-Landtagsabgeordneten gegründet worden war. Für die SVP sollte der aus Niedersachsen stammende Vizechef der Republikaner, Dirk Hacaj, antreten. Doch Hacaj wollte nach Angaben der Stadt am Freitagabend zurückziehen. Er habe überraschend angekündigt, nicht für die SVP kandidieren zu wollen. Der Leiter des Gemeindewahlausschusses, Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU), wies das Ansinnen zurück. Wer im Rahmen des Wahlvorschlagsverfahrens seine Kandidatur erklärt habe, müsse auch antreten. „Die Regeln sind da sehr streng“, betonte Sittel. Probleme anderer Art gab es bei der Kandidatur des Einzelbewerbers Michael Winkler. Für den 32-jährigen Ingenieur, der „Grundeinkommen und Humor“ in die Politik bringen will, leisteten nur 95 Dresdner eine Unterstützerunterschrift. Nötig gewesen wären 240. Gescheitert an dieser Hürde ist auch der Bewerber der national-konservativen „Allianz für Sachsen – Dresden voran mit seinem Welterbe“. Für den Kandidaten Norbert Koch unterschrieben lediglich 22 Unterstützer.
Neustädter Urgestein
Dagegen konnte der dem linken Spektrum zuzuordnende Einzelbewerber Friedrich Boltz genügend Anhänger mobilisieren, um ihn per Autogramm im Rathaus zu unterstützen. Für das Neustädter Urgestein präsentierte die Verwaltung 264 gültige Unterschriften. Der 55-jährige Diplomingenieur, der eigens zur Sitzung in den Ratssaal gekommen war, nahm es sichtlich erfreut zur Kenntnis. Genügend Dresdner unterschrieben auch für den Kandidaten der Kleinpartei Bürgerrechtsbewegung Solidarität (Büso), Marcus Kührt. Der 25-Jährige ist Stahlbetonbauer und lebt in Berlin.
Nach 32 Minuten beendete Sittel die Sitzung. Debatten blieben aus, für Heiterkeit sorgte lediglich ein in der Runde vorgetragener Hinweis des Innenministeriums. Die Partei des Bewerbers Klaus Sühl, „Die Linke.“, solle künftig einheitlich mit Punkt geschrieben werden. Stadtchef Hans-Jürgen Muskulus sicherte das umgehend zu.
Überraschender Rückzug
Erwartungsgemäß dürfen Helma Orosz (CDU), Klaus Sühl (Linke), Eva Jähnigen (Grüne), Peter Lames (SPD) und Dirk Hilbert (FDP) antreten. Ihre Unterlagen waren fristgerecht eingegangen. Unterstützerunterschriften benötigten die fünf nicht, da ihre Parteien im Landtag vertreten sind. Wirbel gab es um den Kandidaten der Sächsischen Volkspartei (SVP), die von einem ehemaligen NPD-Landtagsabgeordneten gegründet worden war. Für die SVP sollte der aus Niedersachsen stammende Vizechef der Republikaner, Dirk Hacaj, antreten. Doch Hacaj wollte nach Angaben der Stadt am Freitagabend zurückziehen. Er habe überraschend angekündigt, nicht für die SVP kandidieren zu wollen. Der Leiter des Gemeindewahlausschusses, Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU), wies das Ansinnen zurück. Wer im Rahmen des Wahlvorschlagsverfahrens seine Kandidatur erklärt habe, müsse auch antreten. „Die Regeln sind da sehr streng“, betonte Sittel. Probleme anderer Art gab es bei der Kandidatur des Einzelbewerbers Michael Winkler. Für den 32-jährigen Ingenieur, der „Grundeinkommen und Humor“ in die Politik bringen will, leisteten nur 95 Dresdner eine Unterstützerunterschrift. Nötig gewesen wären 240. Gescheitert an dieser Hürde ist auch der Bewerber der national-konservativen „Allianz für Sachsen – Dresden voran mit seinem Welterbe“. Für den Kandidaten Norbert Koch unterschrieben lediglich 22 Unterstützer.
Neustädter Urgestein
Dagegen konnte der dem linken Spektrum zuzuordnende Einzelbewerber Friedrich Boltz genügend Anhänger mobilisieren, um ihn per Autogramm im Rathaus zu unterstützen. Für das Neustädter Urgestein präsentierte die Verwaltung 264 gültige Unterschriften. Der 55-jährige Diplomingenieur, der eigens zur Sitzung in den Ratssaal gekommen war, nahm es sichtlich erfreut zur Kenntnis. Genügend Dresdner unterschrieben auch für den Kandidaten der Kleinpartei Bürgerrechtsbewegung Solidarität (Büso), Marcus Kührt. Der 25-Jährige ist Stahlbetonbauer und lebt in Berlin.
Nach 32 Minuten beendete Sittel die Sitzung. Debatten blieben aus, für Heiterkeit sorgte lediglich ein in der Runde vorgetragener Hinweis des Innenministeriums. Die Partei des Bewerbers Klaus Sühl, „Die Linke.“, solle künftig einheitlich mit Punkt geschrieben werden. Stadtchef Hans-Jürgen Muskulus sicherte das umgehend zu.







