Tagesthema
Freitag, 25. April 2008
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Dresdner Team entdeckt Mittel gegen Alzheimer
Von Stephan Schön
Sächsischen Forschern gelingt ein Durchbruch gegen die bisher unheilbare Gehirnkrankheit.
In sz-online
Hoffnung auf ein wirksames Medikament gegen Alzheimer
Dresdner Wissenschaftler finden einen Trick, um Alzheimer-Bausteine völlig lahmzulegen.
Dresdner Wissenschaftler finden einen Trick, um Alzheimer-Bausteine völlig lahmzulegen.
Neue Substanzen machen die Krankheit sichtbar
Um Hirnerkrankungen aufhalten zu können, müssen sie frühzeitig erkannt werden.
Um Hirnerkrankungen aufhalten zu können, müssen sie frühzeitig erkannt werden.
Der Erfolg zeigt, wozu Sachsens Spitzenforschung fähig ist
Stephan Schön über ein neues Verfahren von Dresdner Forschern gegen Alzheimer
Stephan Schön über ein neues Verfahren von Dresdner Forschern gegen Alzheimer
Im Internet
Dresden. Zellbiologen und Chemiker aus Dresden haben weltweit erstmals ein wirksames Mittel gegen Alzheimer entdeckt. Mit einem völlig neuen medizinischen Verfahren sei es möglich, den Fortschritt der Krankheit zu stoppen, teilten das Dresdner Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik und die Technische Universität Dresden gestern Abend mit.
Die Entdeckung gilt als Durchbruch im Kampf gegen die bisher unheilbare Gehirnkrankheit. „Aber bis zu einem Medikament brauchen wir noch einige Jahre, mindestens fünf – aber nur, wenn wirklich alles gut geht“, sagte Kai Simons, einer der Gründungsdirektoren des Instituts, der SZ. Simons, inzwischen im Ruhestand, forscht nach wie vor mit seiner Arbeitsgruppe an dem von ihm entdeckten Verfahren. Es nutzt winzige Flöße in den Zellen aus, die die Wirkstoffe exakt an den Ort transportieren.
Von Alzheimer sind immer mehr ältere Menschen betroffen. Der Beginn der Krankheit ist meist schleichend und macht sich durch Gedächtnisstörungen bemerkbar. Später kommt es oft zu Orientierungsstörungen, Sprachschwierigkeiten, Rastlosigkeit und Verwirrtheit. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Kranken oft in hohem Grad pflegebedürftig. „Mit unserem Verfahren wird nicht nur Alzheimer heilbar“, sagte Simons. „Wir bekommen damit auch eine Chance gegen HIV, Ebola und Grippe.“
Für den Stopp der Alzheimer-Erkrankung müsste der Wirkstoff jedoch direkt ins Gehirn gespritzt werden. Das wäre theoretisch möglich, aber extrem schwierig und riskant. Die Entwicklung, so Simons, müsse hin zu einem Medikament oder einer Spritze gehen. Genau dafür sei nun die klinische Forschung nötig, die gemeinsam mit einem großen Pharmakonzern beginnen werde.
Die Entdeckung gilt als Durchbruch im Kampf gegen die bisher unheilbare Gehirnkrankheit. „Aber bis zu einem Medikament brauchen wir noch einige Jahre, mindestens fünf – aber nur, wenn wirklich alles gut geht“, sagte Kai Simons, einer der Gründungsdirektoren des Instituts, der SZ. Simons, inzwischen im Ruhestand, forscht nach wie vor mit seiner Arbeitsgruppe an dem von ihm entdeckten Verfahren. Es nutzt winzige Flöße in den Zellen aus, die die Wirkstoffe exakt an den Ort transportieren.
Von Alzheimer sind immer mehr ältere Menschen betroffen. Der Beginn der Krankheit ist meist schleichend und macht sich durch Gedächtnisstörungen bemerkbar. Später kommt es oft zu Orientierungsstörungen, Sprachschwierigkeiten, Rastlosigkeit und Verwirrtheit. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Kranken oft in hohem Grad pflegebedürftig. „Mit unserem Verfahren wird nicht nur Alzheimer heilbar“, sagte Simons. „Wir bekommen damit auch eine Chance gegen HIV, Ebola und Grippe.“
Für den Stopp der Alzheimer-Erkrankung müsste der Wirkstoff jedoch direkt ins Gehirn gespritzt werden. Das wäre theoretisch möglich, aber extrem schwierig und riskant. Die Entwicklung, so Simons, müsse hin zu einem Medikament oder einer Spritze gehen. Genau dafür sei nun die klinische Forschung nötig, die gemeinsam mit einem großen Pharmakonzern beginnen werde.






