Politik
Freitag, 3. August 2007
Arbeitnehmer sollen sich im Urlaub weiterbilden
In sz-online
Abstimmung
Würden Sie einen Teil Ihrer Urlaubszeit opfern, um sich weiterzubilden?
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Berlin - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) will, dass die Bundesbürger ihren Urlaub künftig verstärkt zur Weiterbildung nutzen. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben verwies in der Tageszeitung "Die Welt" (Freitag) darauf, dass Deutschland zusammen mit Schweden die meisten Urlaubs- und Feiertage habe. "Da ist genug Luft für beides: Erholung und Weiterbildung. Die Arbeitnehmer in Deutschland müssen mehr Ferien- und Freizeit in ihre Weiterbildung investieren - gerade auch vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels."
Hintergrund der Äußerungen ist der Zeitung zufolge ein neuer EU-Bericht zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Europa. Demnach haben die Arbeitnehmer in Deutschland 40 Urlaubs- und Feiertage im Jahr. Nur die Schweden haben noch zwei Tage mehr. Der EU-Durchschnitt liegt bei 33,7 Tagen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wie die Idee zurück. Der Vorschlag sei nicht durchdacht und gehe an der Realität vorbei, sagte DGB-Bundesvorstand Hermann Nehls der Hörfunkagentur dpa-Rufa am Freitag in Berlin.
Nehls sagte, in Deutschland bestehe durchaus ein erhöhter Weiterbildungsbedarf in den Betrieben. Die Hausaufgaben müsse jedoch die Wirtschaft machen. "Es darf nicht zulasten der Beschäftigten gehen, indem sie ihren verbrieften Tarifurlaub zur Verfügung stellen." Die Arbeitnehmer würden im Durchschnitt 500 Euro jährlich in Weiterbildungsmaßnahmen investieren. Nehls forderte die Unternehmen dazu auf, gemeinsam mit ihren Angestellten einen Weiterbildungsplan zu erarbeiten. Das Bildungsurlaubsgesetz werde nur von ein bis zwei Prozent der Beschäftigten in Anspruch genommen. "Das ist viel zu wenig." (dpa)
Hintergrund der Äußerungen ist der Zeitung zufolge ein neuer EU-Bericht zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Europa. Demnach haben die Arbeitnehmer in Deutschland 40 Urlaubs- und Feiertage im Jahr. Nur die Schweden haben noch zwei Tage mehr. Der EU-Durchschnitt liegt bei 33,7 Tagen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wie die Idee zurück. Der Vorschlag sei nicht durchdacht und gehe an der Realität vorbei, sagte DGB-Bundesvorstand Hermann Nehls der Hörfunkagentur dpa-Rufa am Freitag in Berlin.
Nehls sagte, in Deutschland bestehe durchaus ein erhöhter Weiterbildungsbedarf in den Betrieben. Die Hausaufgaben müsse jedoch die Wirtschaft machen. "Es darf nicht zulasten der Beschäftigten gehen, indem sie ihren verbrieften Tarifurlaub zur Verfügung stellen." Die Arbeitnehmer würden im Durchschnitt 500 Euro jährlich in Weiterbildungsmaßnahmen investieren. Nehls forderte die Unternehmen dazu auf, gemeinsam mit ihren Angestellten einen Weiterbildungsplan zu erarbeiten. Das Bildungsurlaubsgesetz werde nur von ein bis zwei Prozent der Beschäftigten in Anspruch genommen. "Das ist viel zu wenig." (dpa)
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