Kultur
Samstag, 31. März 2007
Viel Beifall für „Tanzplan Deutschland“ in Hellerau
Im Internet
Dresden - Der „Tanzplan Deutschland“ kann weitere Erfolge verbuchen: Zwei Uraufführungen von Werken international renommierter Choreografen lösten am Freitagabend im Festspielhaus Hellerau in Dresden viel Beifall aus. Der Brite Wayne McGregor und der Franzose Angelin Preljocaj stellten Stücke mit Studenten des europäischen Ausbildungsnetzwerkes D.A.N.C.E vor. Dabei kamen Meisterschüler und Gaststudenten der Palucca Schule in Dresden auf die Bühne. Während McGregor die faszinierende Architektur des unlängst wiederöffneten Festspielhauses nutzte, verlegte Preljocaj das Geschehen ins Freie.
McGregor, der unter anderem für die Mailänder Scala inszenierte und beim Film „Harry Potter und der Feuerkelch“ choreografierte, hatte bei seinem „Living Archive“ das Gedächtnis des Menschen als Quelle der Inspiration thematisieren wollen. Elektronische Klänge begleiteten das expressive Geschehen auf einer geometrisch exakt abgezirkelten Bühne. Die Körpersprache der Tanzenden lieferte dabei zeitweise Assoziationen zu den Bewegungsabläufen computeranimierter Figuren. Bei Preljocajs „Fire Sketch“ zu Musik des französischen DJs Laurent Garnier hatten sie mit Fackeln als Feuerkünstler zu tun. Das Stück war als Hommage an den Maler Paul Cézanne tituliert.
D.A.N.C.E. ist ein europaweites Ausbildungsprogramm für Tänzer. Neben McGregor und Preljocaj sind dafür auch William Forsythe und Frédéric Flamand zuständig. Es entstand in Kooperation von 32 Institutionen aus 17 EU-Ländern und wird von den EU-Programmen „Culture 2000“ und „Leonardo da Vinci“ unterstützt. Mit dem „Tanzplan Deutschland“ will die Bundeskulturstiftung Defizite vor allem in der Ausbildung beheben. Bis 2010 erhält die Tanzszene in neun deutschen Städten dafür 12,5 Millionen Euro. In Dresden sind neben der Palucca Schule - Deutschlands einziger eigenständiger Tanzhochschule - auch das Ballett der Semperoper und das Europäische Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau beteiligt. (dpa)
McGregor, der unter anderem für die Mailänder Scala inszenierte und beim Film „Harry Potter und der Feuerkelch“ choreografierte, hatte bei seinem „Living Archive“ das Gedächtnis des Menschen als Quelle der Inspiration thematisieren wollen. Elektronische Klänge begleiteten das expressive Geschehen auf einer geometrisch exakt abgezirkelten Bühne. Die Körpersprache der Tanzenden lieferte dabei zeitweise Assoziationen zu den Bewegungsabläufen computeranimierter Figuren. Bei Preljocajs „Fire Sketch“ zu Musik des französischen DJs Laurent Garnier hatten sie mit Fackeln als Feuerkünstler zu tun. Das Stück war als Hommage an den Maler Paul Cézanne tituliert.
D.A.N.C.E. ist ein europaweites Ausbildungsprogramm für Tänzer. Neben McGregor und Preljocaj sind dafür auch William Forsythe und Frédéric Flamand zuständig. Es entstand in Kooperation von 32 Institutionen aus 17 EU-Ländern und wird von den EU-Programmen „Culture 2000“ und „Leonardo da Vinci“ unterstützt. Mit dem „Tanzplan Deutschland“ will die Bundeskulturstiftung Defizite vor allem in der Ausbildung beheben. Bis 2010 erhält die Tanzszene in neun deutschen Städten dafür 12,5 Millionen Euro. In Dresden sind neben der Palucca Schule - Deutschlands einziger eigenständiger Tanzhochschule - auch das Ballett der Semperoper und das Europäische Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau beteiligt. (dpa)






