Chemnitz
Mittwoch, 11. Oktober 2006
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
A 72: Schaf starb im Kugelhagel
PLAUEN - Mähhhhchtig viel Stau auf der A72 - und wer war diesmal schuld? Kein Schlagloch, kein Falschfahrer. Dafür ein armes, kleines Schaf. Das musste dafür mit dem Tode büßen.
Pulverqualm im Alltag: Vorgestern schoss ein Polizist in seiner Wohnung in Zschopau mit der Dienstwaffe den Fernseher kaputt (Morgenpost berichtete). Gestern starb ein Schaf unter den wachsamen Augen des Gesetzes. Abwarten, was morgen folgt ...
Dabei hatte das Schäfchen-Drama harmlos begonnen. Am Nachmittag meldeten Autofahrer über Notruf im Lagezentrum: „Da läuft ein Schaf auf der Autobahn.“ Doch als die Polizisten nahe der Anschlussstelle Pirk eintrafen, stießen sie auf ein panisches, verängstigtes Tier, das sich partout nicht bändigen lassen wollte.
„Beim Versuch, es einzufangen, lief es immer wieder davon“, sagte Polizeisprecherin Annett Helfer ganz nüchtern. Dabei hopste das Autobahnschaf sogar über die Mittelleitplanke! Kurzerhand stoppten die Beamten den Verkehr in beide Richtungen. Banges Grübeln bei der Einsatzleitung - was tun? Der Halter jedenfalls war nicht zu ermitteln. Dann der traurige Schluss: ein tödlicher Schuss. Nicht nur einer, sondern gleich drei: So viele Treffer aus seiner Maschinenpistole brauchte ein Polizist, um das Schaf zu erlegen. Zehn Minuten später rollte der Verkehr wieder. (jko)
Dabei hatte das Schäfchen-Drama harmlos begonnen. Am Nachmittag meldeten Autofahrer über Notruf im Lagezentrum: „Da läuft ein Schaf auf der Autobahn.“ Doch als die Polizisten nahe der Anschlussstelle Pirk eintrafen, stießen sie auf ein panisches, verängstigtes Tier, das sich partout nicht bändigen lassen wollte.
„Beim Versuch, es einzufangen, lief es immer wieder davon“, sagte Polizeisprecherin Annett Helfer ganz nüchtern. Dabei hopste das Autobahnschaf sogar über die Mittelleitplanke! Kurzerhand stoppten die Beamten den Verkehr in beide Richtungen. Banges Grübeln bei der Einsatzleitung - was tun? Der Halter jedenfalls war nicht zu ermitteln. Dann der traurige Schluss: ein tödlicher Schuss. Nicht nur einer, sondern gleich drei: So viele Treffer aus seiner Maschinenpistole brauchte ein Polizist, um das Schaf zu erlegen. Zehn Minuten später rollte der Verkehr wieder. (jko)






