Tagesthema
Dienstag, 21. Februar 2006
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Tamiflu nur auf Rezept
Medikamente. Brigitte Schilling, Vizepräsidentin der Sächsischen Apothekenkammer, rät zur Zurückhaltung.
Sind Sachsens Apotheken bereits ausreichend mit dem antiviralen Medikament Tamiflu ausgestattet?
Jede Apotheke hat das Medikament vorrätig. Das sächsische Sozialministerium hat – in Abstimmung mit der Landesärzte- und der Landes-apothekerkammer – die Einlagerung großer Mengen so genannter Großgebinde des Wirkstoffs veranlasst. Ein gemeinsamer Plan sieht vor, dass im Bedarfsfall dieser Wirkstoff an rund 30 sächsische Apotheken geht, wo er zu Medikamenten verarbeitet wird, die dann sehr schnell an Ort und Stelle gebracht werden können. Ich bin davon überzeugt, dass das funktioniert, auch logistisch.
Fragen Patienten in Sachsen bereits nach Tamiflu?
Das geschieht schon ab und an, glücklicherweise nicht in dem Ausmaß, wie man es vielleicht befürchten müsste.
Aber die Patienten erhalten das Medikament ja nicht?
Einfach auf Nachfrage nicht, es ist rezeptpflichtig. Und ein Rezept erhält meines Wissens momentan nur, wer in besonders betroffene Gebiete reist.
Vorrat-Haltung wird also ausgeschlossen?
Ja, und die prophylaktische Einnahme bringt auch nichts. Das erklären die Apotheker den Menschen, die nachfragen. Ich denke, auch die Medien können uns da bei der Aufklärung unterstützen. Dieses Medikament ist schließlich kein Vitaminpräparat, es hat auch Nebenwirkungen, die von Übelkeit über Lymphknotenschwellung bis Bindehautentzündung reichen.
Das Gespräch führte Carola Lauterbach
Jede Apotheke hat das Medikament vorrätig. Das sächsische Sozialministerium hat – in Abstimmung mit der Landesärzte- und der Landes-apothekerkammer – die Einlagerung großer Mengen so genannter Großgebinde des Wirkstoffs veranlasst. Ein gemeinsamer Plan sieht vor, dass im Bedarfsfall dieser Wirkstoff an rund 30 sächsische Apotheken geht, wo er zu Medikamenten verarbeitet wird, die dann sehr schnell an Ort und Stelle gebracht werden können. Ich bin davon überzeugt, dass das funktioniert, auch logistisch.
Fragen Patienten in Sachsen bereits nach Tamiflu?
Das geschieht schon ab und an, glücklicherweise nicht in dem Ausmaß, wie man es vielleicht befürchten müsste.
Aber die Patienten erhalten das Medikament ja nicht?
Einfach auf Nachfrage nicht, es ist rezeptpflichtig. Und ein Rezept erhält meines Wissens momentan nur, wer in besonders betroffene Gebiete reist.
Vorrat-Haltung wird also ausgeschlossen?
Ja, und die prophylaktische Einnahme bringt auch nichts. Das erklären die Apotheker den Menschen, die nachfragen. Ich denke, auch die Medien können uns da bei der Aufklärung unterstützen. Dieses Medikament ist schließlich kein Vitaminpräparat, es hat auch Nebenwirkungen, die von Übelkeit über Lymphknotenschwellung bis Bindehautentzündung reichen.
Das Gespräch führte Carola Lauterbach






