Mittwoch, 09.01.2013

Armstrong tritt bei Star-Talkerin Winfrey auf

Lance Armstrong wird in der Talkshow der Starmoderatorin Oprah Winfrey zu den jahrelangen Doping-Anschuldigungen gegen ihn Stellung beziehen. Gleichzeitig werden neue Vorwürfe gegen den gestürzten Radsportstar laut.

©AP

Boston. Der überführte Doper Lance Armstrong will sich nach seiner lebenslangen Sperre erstmals öffentlich zu Wort melden. Der gestürzte Radsportstar wird sich laut einer Ankündigung des US-Kabelkanals OWN am 17. Januar in der Talkshow der Starmoderatorin Oprah Winfrey äußern. Gleichzeitig berichtet die USADA von einem Spendenversuch Armstrongs an die Anti-Doping-Agentur der USA.

In der Ankündigung des TV-Kanals hieß es am Dienstag, Armstrong werde sich in der Sendung zu den Anschuldigungen des betrügerischen Verhaltens und dem Vorwurf der Lüge über den Gebrauch leistungssteigernder Mittel während seiner Karriere äußern. Die 90-minütige Talkshow werde ab 21.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr 18. Januar MEZ) ausgestrahlt und sei auch über Livestream unter Oprah.com zu sehen.

Nach USADA-Angaben soll Armstrong versucht haben, der Agentur eine Spende von 250 000 Dollar anzubieten. Das geht aus einem Bericht der TV-Sendung „60 Minutes Sport“ hervor. Darin betonte USADA-Chef Travis Tygart, dass ein Vertreter Armstrongs seiner Agentur im Jahr 2004 die Summe offeriert habe. „Ich war perplex. Für die USADA war das ein klarer Interessenkonflikt. Wir haben nicht gezögert, das Angebot abzulehnen“, so Tygart am Dienstag (Ortszeit).

Er hob zudem hervor, dass der Amerikaner bei der Tour de France 1999 das damals noch nicht zu ermittelnde Dopingmittel EPO benutzt hatte. Dies sei bei Nachtests im Jahr 2005 nachgewiesen worden. „Wir haben sechs Proben überprüft, alle waren positiv“, sagte Tygart.

Die USADA hatte Armstrong durch ihre Ermittlungen zu Fall gebracht und dem Texaner jahrelangen Dopingmissbrauch sowie den Vertrieb illegaler Substanzen nachweisen können. Armstrong verlor daraufhin seine sieben Tour de France-Titel und wurde auf Lebenszeit gesperrt. Armstrong hatte stets alle Dopingvorwürfe bestritten und seine Kritiker zum Teil scharf angegriffen. Kürzlich berichtete die „New York Times“, der gesperrte Sportler denke über ein Geständnis nach. Offiziell bestätigt wurde dies bislang nicht. (dpa)

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