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Mittwoch, 21.11.2012

Archäologen finden historische Kampfspuren am Kap Arkona

Kap Arkona. Auf Spuren eines Wikinger-Überfalls sind Archäologen bei einer Rettungsgrabung an Rügens Kap Arkona gestoßen. Nach Angaben von Grabungsleiter Fred Ruchhöft wurden im inneren Burgwall unmittelbar am Kliff mehrere Waffen entdeckt, darunter eine Wikinger-Streitaxt sowie abgefeuerte Pfeile.

Zudem wiesen die Forscher die Existenz von zwei Wohnhäusern nach. Insgesamt wurden mehr als 200 Eisenfunde, darunter Nägel und Nieten, sichergestellt. In der einstigen Jaromarsburg huldigten die Slawen seit dem sechsten Jahrhundert ihrem Gott Swantevit. Die Tempelanlage war im Zuge der Christianisierung 1168 von den Dänen erobert und zerstört worden. Reste der allmählich in Meer stürzenden Trutzburg sollen noch bis 2014 archäologisch untersucht werden. (dapd)