erweiterte Suche
Mittwoch, 22.02.2017 Gut zu wissen

Arbeitsmarkt-Mentoren für Flüchtlinge

Seit Jahresbeginn gibt es im Kreis zwei Arbeitsmarktmentoren. Die sollen Flüchtlingen und Firmen helfen, sich zu finden.

Von Franz Werfel

So würde ich das machen: In einer Tischlerei zeigt ein Mitarbeiter einem Asylbewerber aus Afrika hilfreiche Handgriffe.
So würde ich das machen: In einer Tischlerei zeigt ein Mitarbeiter einem Asylbewerber aus Afrika hilfreiche Handgriffe.

© dpa/Caroline Seidel

Pirna/Freital. Aktuell denkt die Landesregierung im Freistaat viel darüber nach, wie es klappen könnte mit der Integration von Migranten. Neben Sprachkursen und Integrationskoordinatoren fördert das Land seit Jahresbeginn auch sogenannte Arbeitsmarktmentoren. „Diese stehen den Geflüchteten auf dem gesamten Weg der Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsmarktintegration beratend zur Seite“, sagt Stephan Härtel. Er arbeitet im Landratsamt als Beauftragter für Integration und Migration.

„Auch Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe werden mit Rat und Tat unterstützt, um eine möglichst reibungslose Eingliederung der neuen Mitarbeiter oder Azubis zu gewährleisten“, so Härtel weiter. Das Programm wurde in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartnern sowie den Industrie-, Handels- und Handwerkskammern in der Region erarbeitet.

Für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stehen – vorerst bis Ende 2019 – zwei Mentoren in Vollzeit zur Verfügung. Sie sind bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Sonnenstein in Pirna angestellt und können in den kommenden drei Jahren insgesamt etwa 150 Flüchtlinge betreuen. Finanziert wird das Modellprojekt vom Freistaat Sachsen.

„Das Ziel der Mentoren ist es, dass die geflüchteten Menschen zu einer Ausbildung, einer Weiterbildung oder einer festen Anstellung kommen“, sagt Birgit Bach, Sprecherin der Awo-Sonnenstein. Dafür würden sie derzeit ihre Netzwerke zu den Arbeitgeberverbänden und den Firmen in der Region aufbauen.

Im Landkreis lebten zum Jahreswechsel rund 1 900 Asylbewerber aus mehr als 30 Ländern. Gut 400 von ihnen haben bereits eine befristete Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland erhalten.

Flüchtlinge oder Firmen können sich von den Arbeitsmarktmentoren beraten lassen unter 03501 5091600, arbeitsmarktmentoren@awo-sonnenstein.de oder in der Awo-Beratungsstelle, Gerichtsstraße 4a in Pirna.