Samstag, 24.11.2012

Arbeiter in Grube lebendig begraben

Arbeitsunfall im Ortsteil Oberpfannenstiel: Bei Kabelarbeiten in einem Schacht stürzte eine Seitenwand auf einen Arbeiter (32) - und begrub ihn lebendig. Kollegen retteten den Schwerverletzten. Er schwebt in Lebensgefahr.

In diesem Schacht geschah das Unglück: Eine Wand gab nach und begrub einen Arbeiter bei lebendigem Leibe. Foto: Peter Müller
In diesem Schacht geschah das Unglück: Eine Wand gab nach und begrub einen Arbeiter bei lebendigem Leibe. Foto: Peter Müller

Bernsbach. „Es war gegen 16 Uhr. Alle waren plötzlich in heller Aufruhr“, erinnert sich ein Mitarbeiter (41) der Firma Holz Weidauer. Ein Bauunternehmen aus Johanngeorgenstadt verlegt auf dem Parkplatz des Firmengeländes Kabel für ein Stromhäuschen. Dazu wurden Betonplatten aufgebrochen und Schächte ausgegraben.

„Plötzlich gab das Erdreich nach und begrub einen der Arbeiter.“ Noch schlimmer: Auch ein Stück Betonplatte stürzte auf den Mann. „Der Baggerfahrer holte ihn dann aus der Grube. Ein anderer Handwerker rief, dass er reglos daliege“, so der Mitarbeiter der Holzfirma. Der Verunglückte kam in die Klinik. „Er wurde mittlerweile nach Jena verlegt, befindet sich noch immer in Lebensgefahr“, sagt Polizeisprecher Uwe Singer (51).

Warum die Seitenwand abrutschte ist noch unklar. „Entweder war sie schlecht gesichert oder sie sollte gerade gesichert werden, als das Unglück passierte. Die Ermittlungen laufen.“ An der Baustelle herrscht vorerst Baustopp. (pm)

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