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Freitag, 10.02.2017

Appell gegen „Hass und Verachtung“ in Dresden

Dresden. Mit einer eindringlichen Botschaft haben sich die Intendanten Dresdner Kultureinrichtungen gegen die immer aggressiver werdende Stimmung in der Stadt zu Wort gemeldet. „Hass und Verachtung fallen auf die zurück, die eben diese Saat ausstreuen. Sie entlarven sich so als Gefährder unserer demokratischen Gesellschaftsordnung“, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Erklärung.

Zugleich stärkten die Kulturschaffenden Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) den Rücken. Er war am vergangenen Montag von einem Mob rechter Demonstranten aus dem Pegida-Umfeld niedergeschrien worden, als eine Aleppo-Installation des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni vor der Frauenkirche übergeben wurde. Zuvor hatte Hilbert sogar Morddrohungen erhalten.

„In den Drohungen und in der Hetze gegen den OB Hilbert bricht sich eine Entwicklung Bahn, der wir entgegentreten müssen. In der Geschichte unseres Landes gab es immer wieder Zeiten, in denen das Gemeinwohl durch engstirnig bornierte Hassredner und Demagogen in Gefahr geriet“, schreiben die Unterzeichner weiter.

Man müsse sich deutlich zu den Werten bekennen, die ein gesundes Gemeinwesen am Leben erhalten: „Achtung vor dem Anderen, Handeln im Geiste unserer Verfassung, Verteidigung des Guten.“ Die Intendanten von 16 namhaften Institutionen wie Semperoper, Philharmonie, Kreuzchor, Theater Junge Generation, Staatsschauspiel, Staatsoperette und Musikfestspiele haben den Appell unterschrieben. (dpa)