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Mittwoch, 04.10.2017

Apfelbaum für die jüngsten Neukircher

Die Gemeinde begrüßte jetzt 33 Kinder des Jahrgangs 2016/17. Mit einem Empfang, Präsenten und einer Premiere.

Von Ingolf Reinsch

Jeannine Heine mit Söhnchen Theo und Ralf Seyfert waren jetzt zum Neugeborenenempfang geladen. Erstmals wurde für die Neuankömmlinge hinter der Neukircher Festscheune ein Baum gepflanzt.
Jeannine Heine mit Söhnchen Theo und Ralf Seyfert waren jetzt zum Neugeborenenempfang geladen. Erstmals wurde für die Neuankömmlinge hinter der Neukircher Festscheune ein Baum gepflanzt.

© Steffen Unger

Neukirch. Neukirchs Zukunft findet man hinter der Festscheune des ehemaligen Rittergutes. Für Jugendliche gibt es dort einen Skaterpark, für Kinder einen Spielplatz – und für die Allerjüngsten im Ort seit ein paar Tagen ein Apfelbäumchen. Gepflanzt wurde es anlässlich des Babyempfanges, zu dem die Gemeinde jedes Jahr im Herbst einlädt. Eine Tafel am Baum erinnert an dieses Ereignis. Im Unterschied zu Bischofswerda, wo bereits seit einigen Jahren für die Neugeborenen jedes Jahres ein Baum gepflanzt wird, nennt die Oberlandgemeinde auf ihrer Tafel nicht die Namen der Kinder. In Neukirch ist es der erste Baum, der aus diesem Anlass gepflanzt wurde.

Babyempfänge haben dagegen auch in Neukirch schon Tradition. In diesem Jahr waren es 33 Elternpaare mit ihren Kindern, die Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) begrüßen konnte. Es sind Neukircher Familien, die sich im Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni dieses Jahres über Nachwuchs freuen konnten. Die wirtschaftlich starke Gemeinde ist spendabel. Sie gibt für jeden Neu-Neukircher 70 Euro Begrüßungsgeld. Zudem bekommt jedes Kind ein Lätzchen mit eingesticktem Namen geschenkt – Mädchen in Rosa, Jungen in Blau. Ein typisch Neukircher Produkt, das in der Leinenmanufaktur von Kleist hergestellt wird.

Sanierte Schule und mehr

Wie andere Gemeinden auch umwirbt Neukirch Familien, möchte sie im Ort halten oder, besser noch, für den Zuzug gewinnen. Mehrere Unternehmen in der Gemeinde bieten moderne Arbeitsplätze. Bei Mietwohnungen mit hochwertiger Ausstattung gebe es dagegen einiges nachzuholen, stellte man in der Gemeindeverwaltung fest und reagierte. Pläne für ein neues Wohngebiet am Schenkenweg in der Ortsmitte sehen deshalb nicht nur rund 20 Bauplätze für Eigenheime vor, sondern auch Raum für einige moderne Mehrfamilienhäuser. Die Infrastruktur, die Familien mit Kindern brauchen, stimmt zum großen Teil schon jetzt in Neukirch. Es gibt zwei gut ausgestattete Kindertagesstätten, die Grundschule ist voll saniert, die Oberschule Baustelle, wo jetzt zeitgemäße Bedingungen geschaffen werden. Viele Neukircher wissen es auch zu schätzen, dass es in ihrem Ort mehrere Verbrauchermärkte und weitere Geschäfte gibt. Die Gemeinde Neukirch will ihre Einwohnerzahl dauerhaft über der 5 000-Marke halten. Da ist auch beim Jahrgang 2017/18 jeder Neu-Neukircher willkommen. Und Platz für weitere Bäume gibt es im Ort zur Genüge.