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Android pur

02.08.2017

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Zusatzhüllen für das Motorola Z2 Play.

© dpa

Ein Smartphone von Google mit unverbasteltem Android kostet inzwischen so viel wie ein iPhone oder ein Spitzenmodell von Samsung. Nokia und Motorola bringen in diesen Tagen in Deutschland Modelle für Android-Puristen auf den Markt, die längst nicht so teuer sind. So verzichtet Motorola – wie schon beim jüngst gestarteten Moto G5 und G5 Plus – auch beim neuen Z2 Play auf eigene Systemerweiterungen. Damit dürfte schnellen Android-Updates nichts mehr im Weg stehen. Beim Z2 Play lassen sich über magnetische Kontaktpunkte zahlreiche Zusatzgeräte anschließen. Neben Schutzabdeckungen bietet der Hersteller einen Zusatzakku, ein Modul zum schnurlosen Aufladen oder eine Kamera mit optischem Zoom als „Shell“ an. In Deutschland wird das Z2 Play zusammen mit dem Lautsprecher JBL Soundboost 2 ausgeliefert, der als pummelige Shell an die Rückseite andockt.

Im Alltag schlägt sich das Gerät mit viel Speicher (64 Gigabyte), starkem Akku mit Schnellladung und flotter Kamera gut. Apps und Spiele laufen ohne Ruckler auf dem leuchtstarken und farbenfrohen Display. Bei VR-Apps und aufwendigen Spielen gehört das Gerät allerdings nicht zur Spitzenklasse. Dafür kostet es mit knapp 500 Euro mehrere Hundert Euro weniger als das günstigste iPhone 7 Plus.

Mit einem purem Android will auch Nokia punkten. Preislich dürften die drei neuen Modelle attraktiv sein. Das Nokia 3 wird für knapp 160 Euro angeboten, das Nokia 5 kostet knapp 210 Euro und für das Nokia 6 verlangt HMD knapp 250 Euro. Im Praxistest überzeugen die beiden größeren Modelle. Im etwas kantigeren Nokia 6 steckt ein Full-HD-Display (1080 zu 1920 Pixel), während das rundere Nokia 5 mit nur 720 zu 1280 Pixel erreicht. 32 Gigabyte für Apps und Co. gibt es im Nokia 6, 16 im 5er. Speicherkarten unterstützen beide. Abstriche muss man beim Nokia 3 machen. (dpa)