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Samstag, 25.11.2017

Andere Ausgangslage

Der DSC geht selbstbewusst in das Viertelfinale gegen Potsdam. Auch wenn die Pokalstatistik zuletzt gegen das Team spricht.

Von Michaela Widder

Sasa Planinsec gehört zum neuen starken DSC-Mittelblock.
Sasa Planinsec gehört zum neuen starken DSC-Mittelblock.

© M. Rietschel

Eine besondere Anspannung ist vor dem ersten Alles-oder-nichts-Spiel der Saison zu spüren. „Ja, wir wissen, dass es eine Konsequenz gibt, das ist was Spezielles. Aber Sorge haben wir da nicht“, meint Alexander Waibl, Cheftrainer der Dresdner Volleyballerinnen. Gegen Potsdam bestreitet seine Mannschaft an diesem Samstag, 17.30 Uhr, das Pokal-Viertelfinale. Um das erste Saisonziel – das Finale in Mannheim zu erleben – nicht vorzeitig abzuschreiben, ist ein Sieg Voraussetzung.

Der Blick auf die Pokalbilanz könnte in Dresden ein leicht mulmiges Gefühl hervorrufen. Denn in den vergangenen sechs Spielzeiten scheiterte der DSC viermal im Viertelfinale – davon allerdings nur einmal zu Hause. Das war vor einem Jahr gegen Dauerrivale Stuttgart. „Wir beschäftigen uns nicht mit Negativszenarien“, betont Waibl. Die Ausgangslage im November 2016 sei eine andere gewesen. „Wir hatten damals viele angeschlagene Spielerinnen.“

Während Waibls Amtszeit gelangen dem DSC auch zwei Pokalsiege – 2010 und 2016. In dieser Saison hofft man zumindest auf das große Finale im März, und dann ist alles möglich. „Pokal ist immer etwas Besonderes“, findet Zuspielerin Mareen Apitz. „Man macht sich schon Gedanken, dass man ja nicht so viele Siege braucht, um nach Mannheim zu kommen.“

Mit Potsdam kommt ausgerechnet die Mannschaft in die Margonarena, gegen die der DSC diese Saison verloren hat. Es war die erste Partie und die Dresdnerinnen – vor allem geschwächt durch Verletzungen im Außenangriff – völlig von der Rolle. Allein 15 Annahmefehler weist die Statistik auf. Von einer Revanche aber will Apitz nichts wissen. „Der Saisonstart ist schon lange her, und seitdem hat sich viel getan.“ Einerseits sind fast alle Spielerinnen wieder fit, andererseits findet das Team immer besser zu seinem Rhythmus. Die Niederlage ist also längst aus den Köpfen, auch weil danach fünf Siege folgten.

Die Begegnung war dennoch in dieser Woche ein Thema. „Wir haben die Schwachstellen genau analysiert und dann die Dinge ins Training eingebunden“, erklärt Apitz. Waibl spürt bei seiner Mannschaft gegen Potsdam einen „extra Motivationsschub“, wie er betont: „Sie haben Bock darauf und wollen die Scharte auswetzen.“ Potsdam gehört zu jenen Gegnern, die Waibl nie unterschätzen würde. „Wir müssen zusehen, wie wir selbst zu Punkten kommen. Das ist gegen sie nicht leicht. Natürlich steigt mit jedem Sieg auch unser Selbstbewusstsein.“

Ein großes Plus sei „den Heimvorteil zu genießen“, meint Apitz und berichtet aus ihrer Mannschaft: „Wir sind gut drauf. Wir wissen um unsere Stärken und was wir abrufen wollen, können und müssen.“

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