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Mittwoch, 19.09.2012

Amt zieht Arbeitslose aus Minenfeld ab

Die Bombensuche mit Messer und Axt im Hammerpark ist gestoppt! Jobcenter und das Arbeitslosen-Projekt „Zukunft“ hatten neun Langzeitarbeitslose in die Grünanlage geschickt, das Unterholz zu lichten - dabei ist das Areal ein Minenfeld mit mehr als einem Dutzend Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Plauen. Nun ist Schluss mit dem lebensgefährlichen Projekt. Martina Kober (53), Geschäftsführerin des Jobcenters Vogtland: „Wir nahmen den Morgenpost-Artikel zum Anlass, die neun Leute sofort aus dem Hammerpark abzuziehen. Dazu habe ich Anweisung an den Projektträger erteilt.“ Dem Jobcenter seien die Gefahren nicht bekannt gewesen: „Hätten wir von den Bomben gewusst, hätten wir der Aktion nie zugestimmt. Wir schicken keine Arbeitslosen in solch gefährliche Jobs.“

Das Jobcenter lässt prüfen, wer für den Arbeitseinsatz verantwortlich war. Martina Kober: „Ich bin sehr betroffen über diese Gefahr, von der wir erst aus ­ der Morgenpost erfuhren.“ (bri)