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Mittwoch, 13.09.2017

Ampel muss neu programmiert werden

Die Installation des Warnsignals dauert. Der Roßweiner SPD-Chef schaut der Straßenbaubehörde weiter auf die Finger. Denn zwei Probleme bleiben.

Von Tina Soltysiak

„Ich sehe hier weiter dringenden Nachbesserungsbedarf“ –  Landtagsabgeordneter Henning Homann (SPD.
„Ich sehe hier weiter dringenden Nachbesserungsbedarf“ – Landtagsabgeordneter Henning Homann (SPD.

© André Braun

Roßwein/Dresden. Erst aus dem DA hat der Döbelner Landtagsabgeordnete Henning Homann (SPD) erfahren, dass in Roßwein nun doch der langersehnte „Fußgänger-Blinki“ angebracht wird. Er hatte sich eine Vorab-Information durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erhofft. An die Behörde hatte er ein Šchreiben gerichtet, und sich nicht nur über das fehlende Warnsignal, sondern auch über die zu kurze Ampelschaltung sowie die fehlerhafte Gehwegneigung beschwert. „Am Montagnachmittag hat mich dann der Präsident des Lasuv, Roland Förster, angerufen. Die Ampelanlage in Roßwein wird sicherer, der Fußgängerblinker kommt. Das hat er mir bestätigt“, sagte Homann, der auch der Chef der SPD Roßwein ist, dem DA.

„Ich begrüße den Sinneswandel beim Lasuv. Die Sicherheit der Fußgänger, gerade der Schulkinder und älteren Menschen, muss hier absolut im Vordergrund stehen. Die Verkehrsteilnehmer zu schützen, hat oberste Priorität“, so Homann. Woher der Sinneswandel kommt, bleibt weiterhin unklar. Eine für Dienstag zugesicherte Antwort seitens der Landesbehörde ist bis zum Redaktionsschluss nicht eingegangen.

Wie Homann sagte, habe Lasuv-Präsident Förster ihm erklärt, weshalb sich die Installation des Warnsignals noch bis zum Jahresende hinziehen wird: „Das Anbringen an sich dauert nicht lang. Doch die Schaltung der Ampelanlage muss neu programmiert werden. Das braucht wohl seine Zeit.“ Er hat die leise Hoffnung, dass sich damit auch das Problem der Dauer der Grünphase für Fußgänger beim Überweg zwischen Alter Post und Sparkasse löst. „Ich halte die Grünphase für zu kurz, wenn bei einer Frau mit Kinderwagen oder einem Rentner die Ampel schon bei der Hälfte des Weges auf Rot schaltet“, erklärte Homann. Er hatte einen Selbstversuch gewagt und einen entsprechenden Videobeweis im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht (DA berichtete).

Gleichzeitig kündigte Henning Homann an, dass er auch bei den Baumängeln am Gehweg der Döbelner Straße weiter dranbleiben wird. „Das Lasuv hat mir zugesagt, dass der Fußweg noch einmal auf den Prüfstand kommt. Ich sehe hier weiter dringenden Nachbesserungsbedarf.“ Der Roßweiner Behindertenrat hatte ebenfalls bemängelt, dass die Neigung für Gehbehinderte viel zu groß ist.