erweiterte Suche
Dienstag, 17.04.2018

Altenberger Gymnasium wird zur Baustelle

An der Turnhalle baut der Kreis noch ein Trainingszentrum. Zur Finanzierung gibt es inzwischen eine Zusage aus Berlin.

Von Mandy Schaks

Der Platz zwischen Turnhalle und Gymnasium in Altenberg wird allmählich zur Großbaustelle. Die Tiefbauarbeiten werden zeitnah beginnen, kündigt das Landratsamt an.
Der Platz zwischen Turnhalle und Gymnasium in Altenberg wird allmählich zur Großbaustelle. Die Tiefbauarbeiten werden zeitnah beginnen, kündigt das Landratsamt an.

© Frank Baldauf

Altenberg. Die Baufahrzeuge am Altenberger Glückauf-Gymnasium sind nicht zu übersehen. Die Baggerschaufeln knabbern im Außengelände vor der Turnhalle herum, um Baufreiheit zu schaffen. „Wir fangen mit der Regenrückhaltung an“, sagte Sabine Forgber, die Amtsleiterin für Immobilien- und Baumanagement im Landratsamt. „Der Winter hat Altenberg verlassen, und wir hoffen, dass er auch nicht so schnell zurückkommt.“

Denn die Zeit ist knapp. Bis nächstes Jahr will der Landkreis in dem Areal für reichlich zwölf Millionen Euro ein Leistungszentrum für den Nachwuchs- und Spitzensport bauen. Wer ganz genau hinschaut, entdeckt bereits Markierungen im Boden und kann so schon die Konturen erkennen. „Die Gebäudeachsen wurden durch das Vermessungsbüro abgesteckt“, erläuterte Projektleiter Mario Weller vom Landratsamt zur ersten Bauberatung vor Kurzem. Die Baustelleneinrichtung wird in diesen Tagen aufgebaut. „Es wird zeitnah an die Tiefbauarbeiten gehen“, sagte Sabine Forgber. Begonnen wird mit der Anschubstrecke für die Kufensportler. Die Bauleute arbeiten sich dann entgegen dem Uhrzeigersinn um das Gebäude der Turnhalle herum vor. Es entstehen noch nacheinander Funktionsgebäude sowie eine Lauf- und Schießhalle.

Mit den Vorbereitungen für die Baustelle wurde im Herbst vergangenen Jahres begonnen. Inzwischen ist der Zugang zur Dreifeld-Sporthalle verlegt, damit sich die Bauleute ungehindert bewegen können und die Sicherheit für Lehrer und Schüler gewährleistet ist. Der Eingang befindet sich seit einigen Tagen direkt an der Bundesstraße B 170 an der Dresdner Straße. Die Baufahrzeuge werden im Wesentlichen über die B 170 fahren und dort direkt zur Baustelle abbiegen. Erst wenn dort die Schieß- und Laufhalle errichtet und der Bauplatz benötigt wird, steht diese Zufahrt nicht mehr zur Verfügung. Das heißt, die Baufahrzeuge rollen dann über den Schellerhauer Weg. Anwohner wollten zur Bauberatung wissen, ob die Straße nach den Bauarbeiten wieder instandgesetzt wird. Schließlich sei der Schellerhauer Weg nur für den Anliegerverkehr ausgelegt. Offenbar geht das Landratsamt als Bauherr nicht davon aus, dass dann noch viele schwere Lkws den Weg nehmen müssen und Schäden verursachen könnten. Denn eine anschließende Instandsetzung sei derzeit nicht vorgesehen, heißt es.

An der Finanzierung wird indes weiter gearbeitet. Das Vorhaben wird voraussichtlich knapp vier Millionen Euro teurer als geplant. Sachsens neuer Sportminister Roland Wöller (CDU) hat Mitte März gegenüber Landrat Michael Geisler (CDU) noch einmal versichert, „dass der Freistaat Sachsen den Landkreis bei diesem wichtigen Vorhaben im Rahmen seiner Möglichkeiten auch weiterhin angemessen unterstützen wird“. Zudem liege zwischenzeitlich die Aussage des Bundesministeriums des Inneren vor, dass eine weitergehende finanzielle Beteiligung des Bundes möglich sei – unter der Voraussetzung einer baufachlichen Prüfung der Mehrkosten. Damit beauftragt ist das Sächsische Immobilien- und Baumanagement. Wann die Prüfung abgeschlossen sein wird, ist noch offen.