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Samstag, 30.09.2017

Alte Post ist nicht zu retten

Der Verein Be-greifen wird das marode Gebäude abreißen lassen. Auf der Liste der Denkmale steht es nicht mehr.

Von Heike Heisig

Schon vor Jahren hatte der Verein Be-greifen für die Sanierung der alten Post in Klosterbuch auf Spendenbasis Baumaterial gesammelt. Doch damit war es nicht getan. Jetzt wird das marode Gebäude abgerissen.
Schon vor Jahren hatte der Verein Be-greifen für die Sanierung der alten Post in Klosterbuch auf Spendenbasis Baumaterial gesammelt. Doch damit war es nicht getan. Jetzt wird das marode Gebäude abgerissen.

© Dietmar Thomas

Leisnig/ Klosterbuch. Einzelne Bauteile liegen schon neben der alten Post in Klosterbuch. Die befindet sich gegenüber des ehemaligen Bahnhofsgebäudes. Als Ensemble und außerorts gelegen, ist das in Sachsen nur noch selten zu finden. „Das ist uns durchaus bewusst. Daher ist uns die Entscheidung zum Abriss auch nicht leicht gefallen“, sagt Elsbeth Pohl-Roux, die Vorsitzende des Vereins Be-greifen.

Sie hat am Donnerstagabend die Stadträte über die bevorstehenden Abrissarbeiten informiert. In ein Denkmal wird sich die Baggerschaufel nicht beißen. „In Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde und dem Dresdener Landesamt für Denkmalpflege ist die Post von der Denkmalliste gelöscht worden“, so Pohl.

Vor Jahren hatte der Verein als Eigentümer der Immobilie vor, das geschichts-trächtige Gebäude zu erhalten und auszubauen. Dort sollten Menschen ein vorläufiges Zuhause finden, die einen Entzug hinter sich haben und auf eine Langzeittherapie warten. „Der Bedarf wird inzwischen auf dem Hof Bockelwitz Nummer 3 abgedeckt“, so die Vereinsvorsitzende. Daher habe sie sich auch aus Altersgründen nicht mehr in der Lage gefühlt, die Verantwortung für das immer mehr verfallende Haus zu tragen.

Gefördert wird der Abriss mit Geld aus dem Leader-Programm. 25 Prozent muss der Verein als Eigenanteil selbst beisteuern. Die Abrisskosten im fünfstelligen Bereich will Elsbeth Pohl-Roux jedoch nicht genauer beziffern.