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Donnerstag, 15.02.2018

Alpaka-Hof erwartet Nachwuchs

Bisher hält Familie Jüschke in Tautewalde nur drei Tiere. Doch die Herde soll wachsen. Im Hofladen gibt es schon jetzt ein breites Angebot.

Von Katja Schäfer

Mit drei Alpaka-Damen haben Steffen und Ute Jüschke ihre Zucht begonnen. Weitere Tiere sollen hinzukommen. Auf dem großen Grundstück am Rand von Tautewalde ist genügend Platz dafür.
Mit drei Alpaka-Damen haben Steffen und Ute Jüschke ihre Zucht begonnen. Weitere Tiere sollen hinzukommen. Auf dem großen Grundstück am Rand von Tautewalde ist genügend Platz dafür.

© Carmen Schumann

Tautewalde. Auffällige grüne Schilder mit Pfeilen darauf stehen seit einiger Zeit an mehreren Stellen in Tautewalde. Wer ihnen folgt, landet in einer äußersten Ecke des Wilthener Ortsteils – und bei der jüngsten Attraktion Tautewaldes. Auf einem großen Grundstück zwischen der Bahnlinie Dresden – Zittau und dem Waldrand leben Irabella, Marleen und Amalia. Drei Alpaka-Weibchen. Sie gehören Ute und Steffen Jüschke. Das Ehepaar betreibt seit einem halben Jahr seinen eigenen Alpakahof. Bisher besteht er nur aus drei Tieren. Aber alle drei Alpaka-Damen erwarten Nachwuchs; Jüschkes haben sie schon tragend gekauft . Geburtstermin ist im Mai. „Wir sind schon ganz gespannt, wie das werden wird, ob alles klappt“, sagt Ute Jüschke. Sie und ihr Mann wollen eine Zucht aufbauen. Zehn bis 15 Tiere soll die Herde umfassen.

Auf die Idee, Alpakas zu halten, kamen Jüschkes, als sie im Fernsehen einen Bericht über diese aus den südamerikanischen Anden stammenden Tiere sahen. Die wuscheligen Vierbeiner mit den großen dunklen Kulleraugen, die aufgrund ihres sehr ruhigen friedlichen Charakters sehr beliebt sind, hatten es dem Ehepaar sofort angetan. „Wir hatten einen großen Teil unseres Grundstückes verpachtet und der Pachtvertrag lief gerade aus. Da haben wir uns überlegt, was Eigenes auf die Beine zu stellen“, erzählt Steffen Jüschke. Der 59-Jährige hatte außerdem Sorge, nach zwei Schulter-Operationen keine Arbeit mehr zu finden. Dann hätte der Verkauf von Alpaka-Wolle wenigstens etwas Geld ins Haus gebracht. Doch inzwischen ist Steffen Jüschke bei einem Hausmeisterservice beschäftigt – und das Paar hält die Alpakas vor allem „aus Freude an den Tieren“, wie es sagt. Und die teilt es gern mit Besuchern. Interessenten können die Vierbeiner jederzeit vom Zaun des 1 500 Quadratmeter großen Geheges aus beobachten, sie aber auch gern im Stall besuchen, wenn die Halter zu Hause sind.

Extra-Podest für Kinder

Für Kinder hat Steffen Jüschke extra ein Podest gebaut, von dem aus sie gut Sicht haben. – Auch wenn die Tiere nun doch nicht zwingend zum Lebensunterhalt des Paares beitragen müssen, wollen Jüschkes die Wolle der Tiere verkaufen. So soll zumindest ein Teil der Investitionen, die für die Haltung der Tiere erforderlich waren und sind, wieder reinkommen. Die erste Schur auf ihrem Hof steht im Frühjahr an. Dafür wird ein mobiler Scherdienst engagiert. „Alpaka-Wolle ist sehr gefragt, vor allem deshalb, weil sie viel weicher als Schafwolle und sehr wärmend ist“, weiß Ute Jüschke. Die 57-Jährige erledigt den größten Teil der Arbeit, die bei der Pflege der Tiere anfällt, zum Beispiel zweimal täglich die Reinigung des Kotplatzes. Denn sie ist ohnehin zu Hause. Immer mittwochs von 10 bis 17 Uhr öffnet sie den kleinen Hofladen, den sie und ihr Mann in einer ehemaligen Garage eingerichtet haben. Dort gibt es neben verschiedenen Garnen auch andere Dinge von und rund um Alpakas. Zum Beispiel mit Alpaka-Flies gefüllte Steppdecken und Kissen. Aber auch Gestricktes, wie Bettschuhe, die vor allem von alten Leuten gern getragen werden, wie Ute Jüschke weiß. Außerdem sind Flaschen voll Alpaka-Spucke im Angebot. „Das ist Schnaps, der außer dem lustigen Namen natürlich nichts mit den Tieren zu tun hat“, erklärt Steffen Jüschke schmunzelnd.

Alpakahof Jüschke, Tautewalde 44/Untere Siedlung, Telefon 03592 32052 oder 0152 08587191